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Newsletter "Wohnen und Arbeiten in AR" Nr. 4/21. Dezember 2021

Liebe Leserinnen und Leser

Der Winter hat in den vergangenen Tagen optisch Einzug gehalten. Die weisse Pracht lastet zentimeterdick in der Landschaft. Nicht weniger schwer lasten aber auch Liefer- und Produktionsengpässe sowie Corona-Massnahmen auf der Weltwirtschaft.

Im Sommer noch stieg das BIP in der Schweiz über das Vorjahresniveau. Seit einiger Zeit sorgen die Logistikschwierigkeiten und fehlenden Kapazitäten aber auch hierzulande für teilweise massive Preissteigerungen, die auch auf die Ostschweizer Betriebe Einfluss haben. Vereinzelt mussten die Preise für Güter und Dienstleistungen bereits angepasst werden.

Die Ausserrhoder Wirtschaft hält sich gesamthaft positiv stabil. Während die Gastro- und Tourismusbranche noch immer an den Corona-Massnahmen zu beissen hat, können sich das Baugewerbe und die Industrie noch über volle Auftragsbücher freuen. Trotz all den Unwägbarkeiten hat sich erfreulicherweise gezeigt, dass die Ausserrhoder Wirtschaft den Herausforderungen mit Mut und Anpassungsbereitschaft entgegentritt und eine grundlegende Aufbruchstimmung vorhanden ist. 

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit setzt alles daran, die wirtschaftliche Einschränkung infolge der Pandemie so gering wie möglich zu halten, um den Betrieben Handlungsfreiheit und Flexibilität wie auch Planungssicherheit zu bieten.

Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen wünschen: Rufen Sie uns an!

Ihre Standortförderung Appenzell Ausserrhoden

 

Bemessung Kurzarbeitsentschädigung im COVID-19-Verfahren

 

Seit dem 1. März 2020 gilt für die Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung (KAE) ein vereinfachtes bzw. ein summarisches Verfahren. Gemäss Medienmitteilung des Staatsekretariats für Wirtschaft (SECO) hat das Bundesgericht mit Urteil vom 17. November 2021 festgelegt, dass auch bei diesem Abrechnungsverfahren die Ferien- und Feiertage von Mitarbeitenden im Monatslohn in die Bemessung der KAE miteibezogen werden müssen.

Die Auswirkungen dieses Urteils auf die bisher erfolgten Abrechnungen und den weiteren Vollzug der Kurzarbeit sind derzeit beim Staatsekretariat für Wirtschaft (SECO) in Prüfung. Es ist in Aussicht gestellt, dass die wichtigsten Fragen noch vor dem Jahresende geklärt sind. Die aktuellsten Informationen zu diesem Thema finden Sie auf www.arbeit.swiss.

Beherbergungsbetriebe - Erhebung der Gästedaten künftig formfrei möglich

 

Gemäss dem kantonalen Gastgewerbegesetz (bGS 955.11 Art. 12) müssen Beherbergungsbetriebe im Rahmen der Gästekontrolle für Gäste einen Meldeschein ausfüllen lassen und diesen der Polizei bei Bedarf zur Verfügung stellen.

Die Kantonspolizei verzichtet künftig auf die Abgabe dieser durch die Kantonspolizei bewirtschafteteten Meldeblöcke. Begründet wird dies damit, dass mit der Totalresvision des kantonalen Tourismusgesetzes 2017 die kantonale Beherbergungstaxe wegfiel und die Erfassung der Gäste aus Sicht der Polizei damit nicht mehr an eine Form gebunden ist.

Die Beherbergungsbetriebe sind aber weiterhin in der Pflicht, Daten der Gäste im bisherigen Umfang zu erheben und diese der Polizei auf Anfrage zur Verfügung zu stellen. Die Daten sind für fünf Jahre aufzubewahren.

Der Entscheid, in welcher Form die Daten erhoben werden (Digitalplattform, Excel usw.) liegt bei den einzelnen Beherbergungsbetrieben.

Startfeld Diamant 2022 - Der Preis für Jungunternehmen

 

Auch 2022 verleiht die St. Galler Kantonalbank den Jungunternehmerpreis Startfeld Diamant. Mit dem Startfeld Diamant prämiert die führende KMU-Bank im Raum St. Gallen in enger Zusammenarbeit mit Startfeld junge, innovative und zukunftsweisende Geschäftsideen. 

Der Preis ist mit insgesamt 50'000.- Fr. dotiert. Die nominierten Unternehmen werden mit Beratung und Management-Coaching unterstützt und gefördert. Und noch viel wichtiger, die Jungunternehmen erhalten Zugang zu einem breiten Wissens- und Kontaktnetzwerk in der ganzen Ostschweiz.

Weitere Informationen zum Preis sowie zum Bewerbungsprozess finden Sie unter www.sgkb.ch/startfelddiamant.

Anmeldeschluss ist der 23. Januar 2022.

Kreislaufwirtschaft in der eigenen Region

 

Das Thema Kreislaufwirtschaft erlebt momentan Aufschwung und bietet Chancen für die nachhaltige Entwicklung von Regionen, Gemeinden und Städten. Regionale Entwicklungsträgerinnen und Entwicklungsträger sowie Personen aus Politik und Verwaltung in Städten, Gemeinden und Kantonen können die Kreislaufwirtschaft in der eigenen Region massgebend mitgestalten, indem sie Akteurinnen und Akteure für das Thema Kreislaufwirtschaft sensibilisieren, vernetzen, gemeinsam Potenzial ausloten und Massnahmen anstossen.

Doch wie funktioniert Kreislaufwirtschaft überhaupt? Die neue regiosuisse-Praxis-Toolbox Kreislaufwirtschaft, bietet eine Starthilfe mit einer fundierten Wissenssammlung mit vielen guten Beispielen, praktischen Hilfestellungen und möglichen Vorgehensweisen zur Initiierung von Kreislaufwirtschaftsprojekten im Kanton oder in der eigenen Gemeinde oder Region.

Betriebsbesichtigung bei der Preisig Bau AG in Stein, der Elektro Koller AG in Teufen und der Hydremag AG in Waldstatt

 

Zusammen mit den Gemeindepräsidenten der Standortgemeinden und Vertretern des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Arbeit hat der Vorsteher des Departements Bau und Volkswirtschaft im November und Dezember die Preisig Bau AG in Stein, die Elektro Koller AG in Teufen und die Hydremag AG in Waldstatt besucht. Dabei haben die Verantwortlichen den Besuchern spannende Einblicke in die Unternehmen gewährt.

Die angeregte Diskussion zwischen Unternehmen, Verwaltung und Politik brachte Spannungsfelder und Herausforderungen zutage, denen die Betriebe in ihren Branchen in der Schweiz und auch in der Region gegenüberstehen. Fehlende Fachkräften und daraus umfangreiche Rekrutierungsmassnahmen, Nachwuchsförderung und die zunehmende Anzahl an Mitbewerbern sind die meistgenannten Herausforderungen. Alle Betriebe blicken auf ein langjähriges Bestehen zurück und und sind gewappnet für die Zukunft, trotz den gerade unbeständigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die wertschätzenden Besuche durch Kanton und Gemeinde zeigen eindrücklich, über welche hohe Leistungsfähigkeit und Kompetenz Unternehmen in unserem Kanton verfügen.

"Beste Köpfe" erfolgreich durchgeführt

 

Im November hat im Casino in Herisau die Veranstaltung „Beste Köpfe“ ihre Fortsetzung gefunden. Der Industrieunternehmer Adrian Melliger war einer der Gesprächspartner. Er präsentierte die mobile Zukunft bei Nutzfahrzeugen am Beispiel seines Futuricum Elektro-LKW.

Rund 80 interessierte Gäste verfolgten die hochstehende Diskussion. Adrian Melliger, Geschäftsführer der Designwerk Group, Daniel Balmer, Leiter Logistik der Migros Ostschweiz, Oliver Hörler, Inhaber und Geschäftsführer der Hörler Tiefbau AG stellten sich an einer Podiumsdiskussion den fordernden Fragen von Sabine Bianchi, Beraterin und Trainerin der Leif AG.

Bianchi wollte beispielsweise Antworten darauf, welches nun die beste alternative Antriebsart für Nutzfahrzeuge sei, wann herkömmliche LKW nicht mehr auf den Strassen zu finden seien oder wann die Forschung den Durchbruch für emissionsfreie Nutzfahrzeuge schaffe. „Alternative Antriebsarten sollten niemals gegeneinander ausgespielt werden, denn jede Form trage durch ihre kontinuierliche Weiterentwicklung zur Reduktion des CO2-Ausstosses bei. Es ist heute schon vieles besser als noch vor wenigen Jahren. Auch sind Nutzfahrzeuge nicht per se "böse". Denn was im einen Fall toll funktioniert, muss im anderen Fall nicht die beste Lösung darstellen“, waren sich die Podiumsteilnehmenden einig. „Am Ende müssen Unternehmen Investitionen dieser Grössenordnung einer individuellen Gesamtkostenrechnung (TCO) unterziehen", führte Adrian Melliger weiter aus.

Die kommende Frühjahrsveranstaltung aus der Reihe wird voraussichtlich im Mai 2022 stattfinden. Über Neuigkeiten werden wir rechtzeitig informieren.

Kontakt

Für Fragen zu den Inhalten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und nehmen auch Ihre Vorschläge entgegen. Treten Sie mit uns in Kontakt. Sie erreichen Herr Martin Geiser unter der Telefonnummer 071 353 64 37 oder via e-Mail martin.geiser@ar.ch

Impressum:

Standortförderung Appenzell Ausserrhoden
Obstmarkt 3
9102 Herisau
Tel. 071 353 64 37
E-Mail wirtschaft.arbeit@ar.ch
www.ar.ch/awa

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