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Neue Instrumente für das Management der Siedlungsflächen

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat das neue Konzept zum kantonalen Arbeitszonen-Management genehmigt und in Kraft gesetzt. Das Konzept hat zum Ziel, Arbeitszonen zu erhalten und am bestmöglichen Ort weiter zu entwickeln. Neu verfügt Appenzell Ausserrhoden auch über eine Methodik zur Erhebung aller Bauzonenreserven. Die Methodik Raum+ schafft für die Gemeinden und den Kanton eine sachliche Grundlage für die Bewirtschaftung der Siedlungsflächen. Sie unterstützt die Konzentration des Siedlungswachstums.

Der Bund fordert von den Kantonen, ein Arbeitszonen-Management einzuführen, das die haushälterische Nutzung von Industrie- und Gewerbeflächen gewährleistet. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit und die Abteilung Raumentwicklung haben daher zur Bewirtschaftung dieser Flächen ein Konzept zum kantonalen Arbeitszonen-Management erarbeitet. Das Konzept beinhaltet die Spielregeln, die bei Änderungen von Arbeitszonen in Zukunft gelten. Dabei soll die Nutzung von brachliegenden Gewerbeflächen und von unbebauten Arbeitszonen gegenüber Neueinzonungen priorisiert werden. Weiter werden die Beurteilungskriterien definiert, die bei der Vergabe der zur Verfügung stehenden Flächen herangezogen werden und von den Gemeinden und dem Kanton bei Ortsplanungsrevisionen zu berücksichtigen sind. Im Nachgang zur Vernehmlassung bei Gemeinden, Wirtschaftsverbänden und Organisationen hat der Regierungsrat das Konzept zum Arbeitszonen-Management genehmigt und auf den 1. April 2020 in Kraft gesetzt.

In der Raumplanung sind die Daten der Schlüssel zum Erfolg. Ein wichtiges Instrument für Appenzell Ausserrhoden zur Bewirtschaftung aller Bauzonen ist die Methode Raum+. Für diese Zonen bietet Raum+ eine bewährte Methode zur Beschaffung und Auswertung von Parzelleninformationen. Die Methode Raum+ wurde von der ETH Zürich entwickelt und wird auch von anderen Ostschweizer Kantonen erfolgreich angewendet. Im Sommer 2019 startete das Departement Bau und Volkswirtschaft zusammen mit den Gemeinden die Ersterhebungen mit dieser Methodik. Die umfangreichen Auswertungen konnten rechtzeitig auf Vorliegen des Arbeitszonen-Managements abgeschlossen werden. Sie dienen als Grundlage für das Konzept und liegen in Form einer für die Gemeinden zugänglichen Datenbank und eines öffentlichen Schlussberichts vor.

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