Inhalt

Coronaimpfung

Seit dem 4. Januar wird in Appenzell Ausserrhoden geimpft. Die Impfung stellt bei der Bekämpfung der Pandemie einen wichtigen Schritt dar.

Es gibt - wie für alle Impfungen - schweizweit keine Impfpflicht. Die Hygiene- und Verhaltensregeln bleiben auch weiterhin wichtig zur Eindämmung der Coronapandemie.

Registrierung Impfung

** Flyer 'Jetzt zur Impfung anmelden (Mai 2021)' **

Wann kann man sich impfen lassen?

Jetzt können sich impfwillige Ausserrhoderinnen und Ausserrhoder für eine Impfung registrieren.

Entsprechend der vom Bund festgelegten Reihenfolge nimmt das Impfmanagement Kontakt mit den registrierten Personen auf und bietet erst dann einen Impftermin an. Bestimmend dabei sind Alter und Risikofaktoren.

Wie kann man sich für eine Impfung registrieren/anmelden?

Für die Registrierung zur Impfung gibt es drei Möglichkeiten:

  • Bevorzugt: Anmeldung online über die eigens eingerichtete Impfwebsite.
  • Per Telefon über die kantonale Hotline: +41 71 353 67 97
  • Über die Hausärztin oder den Hausarzt

Wichtig:

  • Für eine Impfung muss vorgängig eine Registrierung erfolgen und ein Termin vereinbart werden!
  • Die Nummer der Versicherungskarte und die Mobiltelefonnummer sind  zwingend anzugeben.
  • Spitäler sind keine Anlaufstellen für eine Impfung.
  • Die kantonale Hotline ist keine Impfberatungsstelle.
  • Personen, die sich nicht persönlich anmelden können, erhalten Unterstützung durch Angehörige oder betreuende Personen der Spitex oder Pro Senectute (Tel. +71 353 50 30 / vormittags).

Welche Dokumente muss man zum Impftermin mitnehmen?

Bitte nehmen Sie zu Ihrem Impftermin folgende Dokumente mit:

  • Versicherungskarte
  • Impfbüchlein (falls vorhanden)

Wer kann sich impfen lassen? Priorisierung?

Die Reihenfolge, in der geimpft wird, wurde durch die eidg. Kommission für Impffragen festgelegt: 

  • Zielgruppe 1: Besonders gefährdete Personen (ohne schwangere Frauen)
  • Zielgruppe 2: Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt / Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen
  • Zielgruppe 3: Enge Kontakte (Haushaltsmitglieder, betreuende Angehörige) von besonders gefährdeten Personen
  • Zielgruppe 4: Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko (z.B. Behindertenheime)
  • Zielgruppe 5: Alle anderen erwachsenen Personen

Entsprechend den gelieferten Impfstoffmengen gibt der Kanton bekannt, ab wann sich die nächste Gruppe impfen lassen kann.

Wo kann geimpft werden?

Appenzell Ausserrhoden hat zwei Impfzentren eingerichtet, die in Betrieb sind:

  • im geschützten Operationssaal in Herisau (Lageplan) und
  • im Untergeschoss der Turnhalle an der Asylstrasse in Heiden (Lageplan).
  • Zu beachten: Die Spitäler sind keine Anlaufstelle für die Impfung. Die kantonale Hotline ist keine Impfberatungsstelle.

Auch in den Impfzentren gelten die bekannten Regeln zu Abstand und Hygiene. Die Wartezonen bei den Impfzentren sind beschränkt; ein pünktliches Erscheinen zum vereinbarten Zeitpunkt ist wichtig. Impfwillige, die ohne Terminvereinbarung erscheinen, können nicht spontan behandelt werden und werden abgewiesen, da die Terminmöglichkeiten und die Impfmittelverfügbarkeit genau aufeinander abgestimmt sind.

Eine Impfung ist auch via Hausarztpraxen möglich.

Wer übernimmt die Kosten für die Impfung?

Die Kosten für eine Covid-19-Impfung werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Haben Sie eine obligatorische Krankenpflegeversicherung in der Schweiz abgeschlossen? Dann ist die Impfung für Sie kostenlos. Sie müssen keine Franchise und keinen Selbstbehalt bezahlen.

Impfen, trotz positiver Testung und/oder durchlebter Erkrankung?

Hatten Sie eine Corona-Erkrankung:

  • welche weniger als 3 Monate zurückliegt, ist keine Impfung notwendig. Haben Sie sich bereits für eine Impfung registriert, melden Sie sich bitte bei der Hotline.
  • welche zwischen 3 und 6 Monaten zurückliegt, ist keine Impfung notwendig, ausser auf Empfehlung des Arztes (z. B. Hochrisiko-Vorerkrankte etc). Haben Sie sich bereits für eine Impfung registriert, melden Sie sich bitte bei der Hotline.
  • welche zwischen 6 und 12 Monate zurückliegt, ist nur eine Impfung notwendig. Haben Sie sich bereits für eine Impfung registriert, werden Sie beim Termin der Erstimpfung darüber informiert. 
  • welche länger als 12 Monate zurückliegt, können normal zwei Impfungen durchgeführt werden.

--> Für Personen mit einer ärztlich diagnostizierten Immunschwäche sind auch nach durchgemachter Erkrankung weiterhin zwei Impfungen empfohlen.

--> Wenn jemand eine Impfung zuviel erhält, ist das kein gesundheitliches Problem. Es geht primär darum, dass möglichst viele Personen effizient geimpft werden können. 

Bei Fragen melden Sie sich bitte bei der Hotline unter +41 71 353 67 97.

Impfung für Jugendliche 16+ / Einverständnis Eltern?

Es kann allgemein davon ausgegangen, dass Jugendliche im Alter ab 16 Jahren urteilfähig sind. Für die Impfung von 16 bis 18-Jährigen braucht es demnach keine Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten. Selbst wenn die zu impfende Person unter 16-jährig wäre, könnte sie unabhängig vom Einverständnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten einer Impfung zustimmen, sofern sie als urteilsfähig gilt.

Anlaufstellen bei Beschwerden oder Nebenwirkungen nach Impfung

Nach einer Impfung kann es innerhalb weniger Tage zu milden Lokal- und Allgemeinreaktionen kommen, die in der Regel innerhalb von drei Tagen von selbst abklingen. Hierzu zählen z.B.:

  • Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle
  • leichte grippale Beschwerden wie Abgeschlagenheit und Unwohlsein, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, leichtes Fieber
  • Lymphknotenschwellung, z.B. in der Achsel

Diese vorübergehenden Reaktionen sind in der Regel unbedenklich und ein Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff.

Bei Beschwerden, welche die oben genannten schnell vorübergehenden Lokal- und Allgemeinreaktionen übersteigen oder die Sie nicht einordnen können, wenden Sie sich an folgende Stellen:

  • Hausärztin oder Ihren Hausarzt
  • telefonische Beratung Ihrer Krankenkasse
  • telefonischer Notfalldienst 0844 55 00 55

Bei schweren Beeinträchtigungen begeben Sie sich bitte umgehend in ärztliche Behandlung oder kontaktieren Sie die Notfallnummer 144.

Zusätzliche Informationen

Für Fragen im Zusammenhang mit der Coronaimpfung wenden Sie sich bitte an folgende Stellen, die aber KEINE Impfberatung sind:

Nationale Infoline Covid-19-Impfung
0800 88 66 44 oder +41 58 377 88 92

täglich 6 bis 23 Uhr

Kantonale Hotline
+41 71 353 67 97
Mo-Fr, 8.30-12.15h / 13.30-17h
Sa 8.30-11h, So geschlossen