Inhalt

Berufswahl & nationaler Zukunftstag

Rollenvorstellungen beeinflussen nach wie vor die Berufswahl von Jugendlichen. Daher stellen wir einen Methodenkoffer für Schulen und die Jugendarbeit zur Verfügung. Zusätzlich können Schulen der Sek. I ab August 2016 die Module «Mein Beruf» bestellen, um das Thema "Berufswahl und Geschlechterrollen" zu bearbeiten und ins Gespräch mit jungen Leuten zu kommen, die einen geschlechtsuntypischen Beruf gewählt haben. Auch am Zukunftstag lernen Mädchen und Jungs geschlechtsuntypische Berufe kennen. Alle Projekte werden von unserer Abteilung unterstützt.

Nationaler Zukunftstag - Seitenwechsel für Mädchen und Jungs

Am Zukunftstag öffnen schweizweit hunderte von Betrieben, Organisationen, Fach- und Hochschulen in der ganzen Schweiz ihre Türen für Mädchen und Jungen der 5. bis 7. Klasse. Diese begleiten am nationalen Zukunftstag Bezugspersonen an den Arbeitsplatz oder nehmen an spannenden Spezialprojekten teil. Der Zukunftstag will – wie sein Name sagt – die Zukunft gestalten. Mädchen und Jungen wechseln die Seiten; dadurch lernen sie untypische Arbeitsfelder und Lebensbereiche kennen und machen Erfahrungen fürs Leben. Auf diese Weise öffnen sich Horizonte.

Der nächste Zukunftstag findet statt am Donnerstag, 12. November 2020.

Der Zukunftstag in den Medien:

Weitere Informationen Zukunftstag:

Projektverantwortliche: Isabelle Dubois

Link zu nationalerzukunftstag.ch

«Mein Beruf» - Workshop Geschlechterstereotypen in der Berufswahl

Stehen jungen Frauen und Männern heute die gleichen Berufe offen? Nach welchen Kriterien wählen sie ihren künftigen Beruf aus? Haben Berufe ein Geschlecht? Auch bei der Berufswahl beeinflusst das soziale Umfeld die eigenen Entscheidungen. Dass diese gesellschaftlichen Vorstellungen leitend sind, zeigt sich darin, dass wir heute viele typische Frauen- und Männerberufe kennen. Der Workshop «Mein Beruf» versucht, Schülerinnen und Schüler für geschlechtsuntypische Arbeitsfelder und Lebensbereiche zu sensibilisieren, damit sie bei der Berufswahl eine breitere Entscheidungsbasis haben.

Der Workshop «Mein Beruf» ist ein Angebot der Fachstelle jumpps in Zusammenarbeit mit SRF mySchool und dem Projektbüro Miozzari GmbH. Er thematisiert Geschlechterstereotypen und Rollenbilder in der Berufswahl. Schülerinnen und Schüler in der Berufswahlphase (Sek I sowie neu auch 5. und 6. Klasse) beschäftigen sich mit ausgewählten Videos, die junge Menschen im Berufsleben porträtieren. Im Anschluss findet ein persönlicher Austausch mit Berufslernenden statt. Die Schülerinnen und Schüler werden angeregt, über Geschlechterstereotypen in der Berufswahl – auch ihrer eigenen – nachzudenken. Lehrpersonen können die Module jetzt über die Website buchen: beruf-bilder.ch

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden, Amt für Soziales, Abteilung Chancengleichheit unterstützt das Projekt und ermöglicht damit vergünstigte Tarife für die Schulen im Kanton.

Projektverantwortliche: Irina Wedlich

Toolbox Genderarbeit

«Mädchen sind anders, Jungen auch»

Der Ruf nach mehr Frauen auf dem Arbeitsmarkt und mehr Männer in der Pflege und soziale Berufe wird lauter. Studien zeigen jedoch, dass junge Frauen und Männer sich kaum mit dem Thema Lebensgestaltung und Geschlechterrollen auseinandersetzen. Trotzdem beeinflussen die Rollenbilder von Frauen- und Männerberufe sowie späteren Familienwunsch die Berufswahl. Es braucht ein bewusstes, aktives Gegensteuern, um diese subtilen Selbstsortierungsmechanismen auszugleichen und Frauen und Männern gleiche Chancen zu eröffnen. Nur durch das Wissen um die eigenen Stereotypisierungen und ein kritisches Hinterfragen ist eine reflektierte Lebensplanung möglich. Hier setzt der Werkzeugkoffer „Mädchen sind anders, Jungen auch“ an.

6 Vorschläge zur Genderarbeit in der Praxis von Jugendarbeit und Schule

Die Sozialisation von Mädchen und Jungen wird nach wie vor durch Geschlechterstereotypen geprägt, was wiederum die Berufswahl und die Lebensplanung von Jugendlichen beeinflusst. Sehr oft machen sich junge Leute erst bei der Familiengründung Gedanken darüber, wie in der Partnerschaft Familien- und Erwerbsarbeit aufgeteilt werden sollen und finden sich dadurch unbeabsichtigt in alten Rollenaufteilungen wieder.

Dabei wäre es für Jugendliche wichtig, sich mit der heutigen Vielfalt von Lebensentwürfen auseinanderzusetzen und aufgrund erweiterter Kenntnisse die eigene Lebensgestaltung bewusst anzugehen.

Zwei Orte, an denen Genderthemen zur Sprache kommen können, sind die Schule und die Jugendarbeit. Die Toolbox «Mädchen sind anders, Jungen auch» ist für diese Bereiche bestimmt. Ziel ist es, bei Mädchen und Jungen, aber auch bei ihren erwachsenen Begleiterinnen und Begleitern die Diskussion zu Rollenvorstellungen anzuregen und das Bewusstsein für die Entwicklung von Lebensläufen jenseits von Klischeebildern zu fördern.

Mit der Toolbox möchten das Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung des Kantons St. Gallen und das Amt für Gesellschaft, Kanton Appenzell Ausserrhoden, Lehrpersonen und Fachleute aus der Jugendarbeit dabei unterstützen, in diesem Sinne aktiv zu werden. Wir präsentieren Ihnen sechs Vorschläge, mit Jugendlichen ab Sekundarstufe I auf spielerische und reflektierende Weise die Wirkung von Rollenstereotypen zu erkennen und den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Cover "Mädchen sind anders, Jungen auch"

Links

Zusätzliche Informationen

Abteilung Chancengleichheit

Amt für Soziales
Kasernenstrasse 17
9102 Herisau
T: +41 71 353 64 26