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Lohngleichheit

«Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.»
Trotz dieser Verankerung in der Bundesverfassung (Artikel 8 Absatz 3) sieht die Realität anders aus. In der Ostschweiz verdienen Frauen 18% weniger als Männer für die gleiche Arbeit. Die Abteilung Chancengleichheit fördert mit diversen Projekten die Schliessung der Lohnschere zwischen den Geschlechtern.

Zahlen und Fakten sowie weitere Informationen und Broschüren zum Thema Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen in der Schweiz.

Projektverantwortliche: Isabelle Dubois

Bestimmungen zur Lohngleichheit in Kraft gesetzt: Erste Analysen bis Ende Juni 2021

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. August 2019 die Änderung des Gleichstellungsgesetzes zur besseren Durchsetzung der Lohngleichheit auf den 1. Juli 2020 in Kraft gesetzt. Unternehmen mit 100 oder mehr Angestellten müssen die erste betriebsinterne Lohngleichheitsanalyse bis spätestens Ende Juni 2021 durchführen. Diese Neuerung ist zwölf Jahre gültig, während dieser Zeit sind die Unternehmen angehalten alle vier Jahre ein Analyse durchzuführen. Ausgenommen sind Unternehmen mit keinen nicht-erklärbaren Lohnunterschieden zwischen Mann und Frau.

Die Durchführung regelmässiger Lohngleichheitsanalysen schafft Transparenz und zeigt auf, ob Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit auch tatsächlich den gleichen Lohn erhalten. In der Schweiz können Arbeitgebende dies mit einer einfachen Standortbestimmung ihrer Lohnpraxis selbst überprüfen. Das Tool dazu heisst Logib und gibt es in zwei Versionen. Modul 1 eignet sich für Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden, Modul 2 von zwei bis 49 Mitarbeitende. Logib ist ein einfach anzuwendendes Excel-basiertes Programm, welches rasch ein erstes Bild über die aktuelle Situation liefert. Logib ist kostenlos und in vier Sprachen erhältlich.

Weiter Informationen finden Sie auf der Website des Bundes.

Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor

«Die öffentliche Hand muss bei der Lohngleichheit Vorbild sein und ihren Einfluss nutzen», sagte Bundesrat Alain Berset als er die «Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor» ins Leben rief. Mit der Unterzeichnung der Charte verpflichten sich Kantone, Gemeinden, staatsnahe Betriebe und Unternehmen mit öffentlichem Auftrag dazu, Lohngleichheit in ihrem Einflussbereich aktiv zu fördern. An seiner Sitzung vom 9. Dezember 2022 hat der Bundesrat in Erfüllung eines Postulats der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) den Bericht zur «Strategie zur Stärkung der Charta der Lohngleichheit» verabschiedet. Mithilfe von 18 Massnahmen will er das Potenzial der Charta besser ausschöpfen (Zusammenfassung).

129 Gemeinden und Städte, 17 Kantone sowie der Bund haben die Charta unterschrieben (Stand Dezember 2022). Appenzell Ausserrhoden hat noch nicht unterzeichnet, doch steht die Charta jederzeit zur Unterzeichnung offen. Übersichtskarte

Teilzeitarbeit und Altersvorsorge

Zurzeit gehen 60 Prozent der erwerbstätigen Frauen und 16 Prozent der erwerbstätigen Männer einer Teilzeitarbeit nach. Das Altersvorsorgesystem der Schweiz ist komplex und hat ein gutes Gedächtnis: niedrige Teilzeitpensen über längere Zeit hinweg bewirken eine ungenügende Absicherung im Alter. Durch eine Scheidung oder ungünstige Bedingungen der Pensionskasse wird diese noch verschärft. Das zeigt eine Studie im Auftrag der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (SKG).

Die Informationsbroschüre des Bundes «Trennung und berufliche Vorsorge bei Scheidung»  informiert über das schweizerische Scheidungsrecht, erklärt das Vorsorgesystem und zeigt auf, welche finanziellen Auswirkungen eine Scheidung auf die berufliche Vorsorge hat.

Zusätzliche Informationen

Abteilung Chancengleichheit

Amt für Soziales
Kasernenstrasse 17
9102 Herisau
T: +41 71 353 64 26

Ihr Einsatz für Lohngleichheit

Machen Sie aus Ihrem Unternehmen einen Vorreiter der Lohngleichheit.

www.respect8-3.ch