Testimonials

Dominic Mettler

Wie teilen Sie sich Beruf, Familie und Freizeit ein?

Ich arbeite 60% in der GEOINFO IT-Services AG als Verantwortlicher für den Verkauf und 10% für meine eigene Firma Metronics GmbH.

Wir haben eine Tochter welche drei Tage in der KITA ist. Meine Frau arbeitet zu 70% als Verkaufsleiterin bei der Stadler Rail. Jeder von uns ist für einen Tag in der Woche für unsere Tochter zuständig. Dank meinem flexiblen Arbeitsgeber, habe ich auch die Möglichkeit Home-Office zu machen. Ein weiteres Plus sind auch die flexiblen Arbeitszeiten. So kann ich zum Beispiel auch unter der Woche, wenn es noch hell ist, für 2h Sport machen und nach 20:00, wenn die Tochter im Bett ist, nochmals 2h nacharbeiten.

 

Was hat Sie bewogen dieses Modell zu wählen?

Ich möchte gerne einen ganzen Tag unter der Woche mit meiner Tochter verbringen. Vor allem jetzt, wenn sie noch so klein ist. Diese Zeit kann ich zu keinem anderen Zeitpunkt in meinem Leben nachholen, wenn ich das heute nicht machen würde.

Zudem war es immer ein Traum von mir, eine eigene Firma zu haben. Hinzu kommt, dass ich mir nach meinem letzten Job geschworen habe, dass ich keinen Job mehr annehme, in dem eine 50h Wochen der Standard ist.

 

Mit welchen Stolpersteinen und Schwierigkeiten müssen Sie sich auseinandersetzen?

Als Teilzeitarbeitender wird man oft als «Pläuschler» kategorisiert. Hierbei ist es sehr nützlich bei einem Arbeitsgeber zu arbeiten, bei dem die Teilzeitarbeit auch bis ins Management gelebt und anerkannt wird. Ich denke dies ist auch ein wesentlicher Grund, warum das Arbeitsklima in der GEOINFO so gut ist.

Schwieriger wird es, wenn unsere Tochter krank wird und meine Frau gleichzeitig auf einer Geschäftsreise ist. Aber auch für solche Fälle fanden wir immer eine Lösung. Generell haben wir mit mehr Stolpersteinen und Schwierigkeiten gerechnet als wir nun rückblickend erlebt haben. Ich finde es schade, dass weiterhin so viele Betriebe die Teilzeitarbeit nicht tolerieren. Aus meiner Sicht profitiert auch der Arbeitgeber von diesem Model, da die Mitarbeiter motivierter, loyaler und effizienter sind.

 

Welchen Gewinn erziehen Sie mit diesem Lebensmodell?

Die finanzielle Einbusse mit diesem Model ist in unserem Fall sehr hoch. Die Zeit mit unserer Tochter zusammen ist für uns unbezahlbar und der Gewinn an Lebensqualität möchten wir auch nicht missen.

Zudem profitieren wir auch von folgenden Vorteilen:

  • Unser Leben ist generell besser ausgeglichen wie früher
  • Wir können Sport treiben, wenn es noch hell ist. Vor allem im Winter sehr angenehm.
  • Arzt, Coiffeur etc. kann man gut ausserhalb der Arbeitszeiten planen.
  • Wir müssen nicht am Samstag oder am Abend einkaufen.

 

 

GEOINFO AG Herisau
Martin Frischknecht, Leiter Dienste

Wie positioniert sich Ihre Firma bezüglich flexibler Arbeitsmodelle, insbesondere für Männer und Väter?

Die GEOINFO legt grossen Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zur Familienfreundlichkeit zählen Teilzeitarbeitsplätze ab 40% Pensum und generell die Möglichkeit, auf allen Stufen Teilzeit zu arbeiten. Wo möglich bieten wir zeitliche und örtliche Autonomie mit Jahresgleitzeit und geregelter Telearbeit. Dank einer vorausschauenden Projektplanung sind flexible bedürfnisorientierte Arbeitszeit-Kompensationsmöglichkeiten z.B. in den Schulferienzeiten möglich.

 

Welches waren die Gründe, die ihre Firma bewogen, familienfreundliche und flexible Arbeitsmodelle einzusetzen?

Die GEOINFO ist als Technologieunternehmen auf gute Fachkräfte angewiesen. Wir versuchen die Vorteile unserer Region als sehr vielfältiger und attraktiver Lebensraum mit sehr hoher Lebensqualität für Familien zu nutzen und hoch motivierte Fachkräfte mit attraktiven Arbeitsplätzen in die Ostschweiz zu holen. Zudem gehört die GEOINFO dem aktiv führenden Kader – fast alle sind selbst Familienväter und haben die Vorteile der Familienfreundlichkeit aus ihrer eigenen Erfahrung schätzen gelernt.

 

Welches sind die speziellen Herausforderungen auf dem Weg zu flexiblen Arbeitsmodellen?

Flexible Arbeitsmodelle bedingen eine flexible Organisation mit einem hohen Selbstorganisationsgrad und dem Arbeiten in Teams, in denen die Ziele und Verantwortlichkeiten klar vereinbart werden. Eigenverantwortung und Selbstständigkeit sind gezielt zu fördern. Flexible Arbeitsmodelle erhöhen den Koordinations- und Führungsbedarf und bedingen eine offene Kommunikation. Gefordert sind auch unterstützende Systeme, z.B. für die Telearbeit.

 

Welchen Gewinn erwarten Sie als Firma, wenn Sie auf diesen Weg setzen?

Als Firma profitiert die GEOINFO von top motivierten und zufriedenen Fachkräften, welche Freude an der Arbeit haben und sich wie für ihre Familie auch für unser Unternehmen engagieren. Die Mitarbeitenden werden nach unserer Einschätzung leistungsbereiter und können für das Unternehmen einen wertvolleren Beitrag leisten. Mit attraktiven flexiblen Arbeitsmodellen wird auch unser Unternehmen insgesamt attraktiver.

 

 

Alexander Rohner, Direktor Hirslanden Klink am Rosenberg, Heiden

Wie positioniert sich Ihre Firma bezüglich flexibler Arbeitsmodelle, insbesondere für Männer und Väter?

Teilzeitarbeit und flexible Arbeitszeitmodelle sind an der Hirslanden Klinik Am Rosenberg nicht nur für Frauen und Mütter sondern auch für Männer und Väter in allen Bereichen eine Selbstverständlichkeit.

 

Welches waren die Gründe, die ihre Firma bewogen, familienfreundliche und flexible Arbeitsmodelle einzusetzen?

Der richtige Ausgleich zwischen Arbeits- und Familienleben ist für Eltern wichtig. Dies ist nur möglich, wenn sowohl Mütter als auch Väter flexible Arbeitsmodelle, welche ihren Bedürfnissen entsprechen, nutzen können. Teilzeitarbeit und flexible Arbeitsmodelle gehören heute zu einer attraktiven und modernen Arbeitgeberin.

Die Klinik als Arbeitgeberin mit einem hohen Frauenanteil profitiert zudem ganz direkt. Mütter können weiterhin am Arbeitsleben teilnehmen, wenn der Vater einen Teil der Kinderbetreuung übernimmt.

 

Welches sind die speziellen Herausforderungen auf dem Weg zu flexiblen Arbeitsmodellen?

Die Personalplanung und die Weitergabe von Informationen sind die grössten Herausforderungen bei flexiblen Arbeitsmodellen. Die Klinik ist bemüht, den Ansprüchen der Mitarbeiter gerecht zu werden, sofern der Klinikbetrieb und der Patient darunter nicht leiden.

 

Welchen Gewinn erwarten Sie als Firma, wenn Sie auf diesen Weg setzen?

Mitarbeiter, welche ihr Berufs- und Privatleben in Einklang bringen, sind sehr loyal und motiviert. Sie schätzen ihren Arbeitsplatz, zeigen Freude an der Arbeit und engagieren sich für ihre Tätigkeit.

 

 

Benjamin Burkard

Wie teilen Sie sich Beruf, Familie und Freizeit ein?

Ich arbeite 70%, meine Frau 50%. 1.5 Tage betreue ich unsere Kinder, 2.5 Tage ist meine Frau zuhause, und 1 Tag hütet die Schwiegermutter unsere Kinder. Die Wochenenden verbringen wir wenn möglich zusammen. Die Haushaltarbeiten haben wir aufgeteilt und meistern diese gemeinsam. 

 

Was hat Sie bewogen dieses Modell zu wählen?

Meine Frau hatte den Wunsch, unsere Kinder selbst zu betreuen und trotzdem noch weiter zu arbeiten. Deshalb erklärte ich mich bereit, mein Arbeitspensum zu reduzieren. Anfangs wollte ich um 20% auf 80% reduzieren, ergeben hat sich dann aber, dass ich auf 70% reduzieren konnte.

 

Mit welchen Stolpersteinen und Schwierigkeiten müssen Sie sich auseinandersetzen?

Zusätzliche Arbeitseinsätze, Arbeitszeitänderungen, Kurse, Ferien usw. müssen mit dem Partner bzw. der Partnerin und im Geschäft genau geplant werden damit keine Terminkollisionen entstehen. Kalender müssen regelmässig miteinander abgeglichen werden.

Es muss darauf geachtet werden, dass die Partnerschaft nebst Beruf, Familie, Haushalt und Freizeit noch Platz findet. 

 

Welchen Gewinn erziehen Sie mit diesem Lebensmodell?

Ich habe einen anderen Bezug zu unseren Kindern als wenn ich 100% arbeiten würde.  Ich erlebe wie unsere Kinder wachsen und Fortschritte machen, bin auch mal da, wenn es ihnen nicht so gut geht und kann  mich aktiver am Familienleben beteiligen. 

 

 

Ivo Streule, Leiter Personal Appenzeller Bahnen

Wie positioniert sich Ihre Firma bezüglich flexibler Arbeitsmodelle, insbesondere für Männer und Väter?

Die Appenzeller Bahnen ermöglichen grundsätzlich allen Mitarbeitenden Teilzeit zu arbeiten, sofern dies gewünscht wird. Die Gründe dafür sind vielfältiger Natur: Altersteilzeit, Familienarbeit oder Ausbildungen etc. Jede Anfrage wird geprüft und wenn die Anforderungen es erlauben wird der Anfrage entsprochen. Je flexibler die Teilzeit gestaltet werden kann desto besser. In einigen Kategorien oder bei einzelnen Mitarbeitenden in Spezialfunktionen müssen Einschränkungen bis hin zur Ablehnung hingenommen werden.

 

Welches waren die Gründe, die ihre Firma bewogen, familienfreundliche und flexible Arbeitsmodelle einzusetzen?

Obwohl die Rollenbilder aus der Vergangenheit auch bei uns noch stark spürbar sind, wächst der Wunsch bei einigen Mitarbeitenden ihre Belastung in speziellen Phasen des Arbeitslebens anzupassen oder den familiären Anforderungen nach ihren Vorstellungen besser gerecht zu werden. Wir wollen unseren Teil dazu leisten, dass möglichst oft diesem Wunsch entsprochen werden kann und die Mitarbeiter weiterhin bei uns tätig sind. Zudem eröffnen wir uns selbst, aber auch dem Arbeitsmarkt neue zusätzliche Chancen.

 

Welches sind die speziellen Herausforderungen auf dem Weg zu flexiblen Arbeitsmodellen?

In manchen Bereichen ist es sehr einfach die fehlenden Ressourcen wieder aufzubauen oder zu ersetzen. Die Herausforderung ist es, den Bedürfnissen des Unternehmens und der Mitarbeitenden gerecht zu werden, wenn dies aus Arbeitszeitgründen, Teamarbeit, Arbeitsplatz- und Aufgabenorganisation oder isoliertem Spezialistenwissen nicht einfach ist.

 

Welchen Gewinn erwarten Sie als Firma, wenn Sie auf diesen Weg setzen?

Einerseits ist es die Erhaltung oder Gewinnung von Personal, die vielleicht das Unternehmen aus diesen Gründen wechseln würde oder nicht zu uns finden würde.

Andererseits fördert Teilzeitarbeit die Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben. Teilzeitmitarbeitende sind dem Unternehmen verbunden und üben ihre Arbeiten mit grosser Motivation und Freude aus. Zudem setzen wir in gewissen Bereichen ganz bewusst auf Teilzeitanstellungen, da wir damit Arbeitsspitzen besser bewältigen können. Beispielsweise im touristischen Verkehr bei schönem Wetter sind wir sehr froh um unsere Teilzeitangestellten.

Abteilung Chancengleichheit

  • Amt für Soziales
    Kasernenstrasse 17
  • 9102 Herisau
  • T: +41 71 353 64 26