Stellensuche & Bewerbung

Wo Sie am besten Stellenangebote finden, was Sie bei Bewerbungen beachten sollten und was Sie tun müssen, wenn Sie arbeitslos werden – dies und noch viel mehr erfahren Sie hier. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit zeigt Ihnen die Vorteile des Arbeitsumfeldes Appenzell Ausserrhoden auf.

Arbeitsbewilligung

Für Bürgerinnen und Bürger der EU/EFTA-Staaten gilt das Personenfreizügigkeitsabkommen. Mehr Informationen erhalten Sie beim Amt für Inneres, Abteilung Migration.

Aus allen Nicht-EU/EFTA-Staaten – sogenannte Drittstaaten – werden in beschränktem Ausmass lediglich gut qualifizierte Arbeitskräfte zugelassen. Für die Erwerbstätigkeit von Drittstaatsangehörigen ist deshalb eine Arbeitsbewilligung nötig. Die Erteilung einer Arbeitsbewilligung ist an bestimmte Zulassungsvoraussetzungen (Gesamtwirtschaftliches Interesse, Kontingentierung, Inländervorrang, Einhaltung der orts-, berufs- und branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen sowie Beschränkung auf Führungskräfte, Spezialistinnen und Spezialisten und andere qualifizierte Arbeitskräfte) gebunden. Ein Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Bewilligung besteht nicht.
Mehr Informationen erhalten Sie beim Amt für Inneres, Abteilung Migration.

Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene

Für vorläufig aufgenommene Personen und anerkannte Flüchtlinge ist die Beratungsstelle für Flüchtlinge in Herisau zuständig. Sie informiert über zusätzlich verstärkte, spezifische Integrationsleistungen und bietet die Unterstützung, sich möglichst schnell in die Gesellschaft zu integrieren, zu stabilisieren und durch das Erlernen der deutschen Sprache Eigenverantwortung zu erlangen.  Mit einer Arbeitsstelle und einem stabilen Einkommen wird zudem ein Leben ohne Abhängikeit von der Sozialhilfe gefördert. Mehr zum Thema.

Schwarzarbeit

Schwarzarbeit ist definiert als eine entlöhnte, selbständige oder unselbständige Arbeit, die als Tätigkeit an sich legal ist, bei deren Ausübung aber gegen Rechtsvorschriften verstossen wird. Das Bundesgesetz über Massnahmen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit (BGSA) umschreibt verschiedene Formen von Schwarzarbeit:

  • Die Beschäftigung von Arbeitnehmenden, die bei den obligatorischen Sozialversicherungen nicht gemeldet werden,
  • die nicht gemeldete Ausführung von Arbeiten durch Arbeitnehmende in Verletzung des Ausländerrechts oder
  • die Beschäftigung von quellensteuerpflichtigen Arbeitnehmenden, die den Steuerbehörden nicht gemeldet werden.

Schwarzarbeit liegt auch vor, wenn Umsätze, die der Mehrwertsteuer unterliegen, den Behörden nicht gemeldet werden. Weitere Informationen erhalten Sie beim Arbeitsinspektorat Appenzell Ausserrhoden.

Offene Stellen

Mit folgenden Möglichkeiten können Sie nach offenen Stellen suchen.

  • Freunde und Bekannte: informieren Sie ihr Umfeld. So erfahren Sie vielleicht frühzeitig, dass eine Stelle frei wird, und können sich bewerben.
  • Öffentliche Ausschreibungen: Zum Beispiel Stellenanzeigen in Tageszeitungen, Fachzeitschriften. Falls Sie selber keine Tageszeitung abonniert haben, gehen Sie in die Bibliothek oder in ein Café, wo Sie Tages- und Wochenzeitungen lesen können.
  • Regionales Arbeitsvermittlungszentrum (RAV): Bei der RAV finden Sie ebenfalls viele Tageszeitungen und Zeitschriften. Nützlich sind auch die im RAV selbst installierten Computer-Suchportale. Hier melden Firmen ihre freien Stellen an. Diese SSI Self Service Information wird von der öffentlichen Verwaltung organisiert.
  • Internet: Das Internet als Stellenmarkt wird immer wichtiger. Unterdessen gibt es viele verschiedene Stellenbörsen im Internet. Zum Teil sind diese Jobsuchmaschinen gratis, zum Teil kosten sie aber auch etwas.
  • Firmen-Websites: Viele Firmen schreiben die offenen Stellen auf Ihren Internetseiten aus. Schauen Sie bei Unternehmen deshalb direkt im Internet nach oder rufen Sie an.
  • Initiativbewerbung oder Spontanbewerbung: Falls Sie eine Firma oder eine Stelle interessiert, obwohl sie nicht ausgeschrieben ist, können Sie dennoch einen Versuch starten und Kontakt aufnehmen.
  • Private Stellenvermittlungsbüros: Sie können bei Stellenvermittlungen Ihr Bewerbungsdossier einreichen und es wird Ihnen bei der Stellensuche geholfen. Falls Ihr Profil dann zu einer offenen Stelle passt, werden Sie kontaktiert.

Seriöse und umfassende Bewerbungen haben gute Chancen. Es muss aus den Unterlagen aber ersichtlich sein, dass Stellensuchende sich intensiv mit dem Unternehmen befasst haben.

Informationen, Tipps und offene Stellen

Schriftliche Bewerbung

Die schriftliche Bewerbung ist Ihre persönliche Visitenkarte und umfasst in der Regel folgende Unterlagen. Auf der Website www.arbeit.swiss finden Sie weitere hilfreiche Informationen und Tipps.

  • Begleitbrief: Er erklärt, warum Sie sich genau für diese Stelle interessieren und aus welchen Gründen Sie eine gute Wahl sind. Schreiben Sie keine Serienbriefe, sondern für jede Bewerbung einen eigenen Brief.
  • Lebenslauf (CV): Er gibt den Arbeitgebern Informationen über Ihre Person, Ihren Ausbildungsweg und Ihre Weiterbildungen, die bisherigen Berufsstationen und die dabei erworbenen Erfahrungen, Ihre Sprach- und Informatikkenntnisse. Es gibt zahlreiche Vorlagen, wie ein Lebenslauf auszusehen hat und was er beinhalten soll. Schauen Sie sich einige Beispiele aus dem Internet oder von Freunden und Bekannten an und lassen Sie sich inspirieren.
  • Zeugnisse und Ausbildungsbestätigungen: Wichtig ist eine lückenlose und mit Zeugnissen dokumentierte Darstellung der beruflichen Tätigkeiten. Legen Sie auch die Abschlussbestätigungen Ihrer letzten Ausbildung sowie von relevanten Weiterbildungen bei. Aber Achtung: Niemals die Originale verschicken, sondern Kopien!
  • Alles in ein Dossier: Lesen Sie Ihre Bewerbung sorgfältig durch und achten Sie auf Flüchtigkeitsfehler. Viele Firmen legen Wert darauf, dass die Bewerbung in ein Dossier (Plastikmäppchen oder Kartonmappe) gelegt wird. Versenden Sie die Unterlagen ungefaltet in einem C4-Umschlag. Vergewissern Sie sich, dass der Brief richtig frankiert ist und der Absender stimmt. Heute können viele Bewerbungen auch per Email oder Online eingereicht werden. 

 Broschüren und Merkblätter

Vorstellungsgespräch

Eine Firma möchte Sie gerne kennenlernen? Dann haben Sie schon einen ersten Schritt in Richtung neue Arbeitsstelle gemacht. Bereiten Sie sich nun gut auf das Vorstellungsgespräch vor. Auf der Website www.treffpunkt-arbeit.ch finden Sie weitere hilfreiche Informationen und Tipps.

  • Informieren Sie sich über die Firma.
  • Notieren Sie sich eigene Fragen.
  • Bereiten Sie sich auf mögliche Fragen vor (Lebenslauf, Stärken, Schwächen, Gehaltsvorstellungen etc.).
  • Wählen Sie die passende Kleidung.
  • Nehmen Sie folgende Unterlagen zum Gespräch mit: die Stellenausschreibung, Ihr Bewerbungsdossier, Ihre Fragen, einen Notizblock und Schreibzeug sowie Ihre Agenda.

Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag regelt die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers. Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, die vereinbarte Arbeit zu leisten, und der Arbeitgeber hat die Pflicht, Lohn und Sozialleistungen zu bezahlen und Ferien zu geben. Im Arbeitsvertrag sind mindestens die Namen der beiden Parteien (Arbeitgeber und Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer), das Datum des Vertragsbeginns, die zu leistende Arbeit und die zu bezahlende Lohnsumme enthalten. Was durch die beiden Parteien im Vertrag nicht festgehalten wird, regeln oft andere Gesetze oder Reglemente, namentlich das Schweizerische Obligationenrecht und die Gesamtarbeitsverträge.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) liefert weitere Informationen zu Arbeitsbedingungen in der Schweiz. Auf der kantonalen Ebene ist die Arbeitslosenversicherung für weitere Informationen zuständig.

Eine verständliche Zusammenfassung des Arbeitsrechts erhalten Sie auf ch.ch.

Vertragsbestandteile

Ferienanspruch / Wie viele Ferien stehen mir zu?

Angestellte haben ein Anrecht auf vier Wochen Ferien pro Jahr (wer unter 20-jährig ist, hat Anrecht auf fünf Wochen Ferien). Der Arbeitsvertrag oder der Gesamtarbeitsvertrag kann mehr, aber nicht weniger Wochen Ferien vorsehen.

Wie viel Lohn bekomme ich?

Im Schweizer Recht wird kein Minimallohn definiert. Die Höhe des Lohnes wird bei der Anstellung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin vereinbart.

Mobbing - Ich fühle mich unfair behandelt. Was kann ich tun?

Überlegen Sie sich genau, aus welchen Gründen Sie mit Ihrem Arbeitsplatz nicht zufrieden sind. Am besten machen Sie sich Notizen über einzelne Vorgänge und sorgen auch dafür, dass Sie Zeugen haben (Arbeitskolleginnen oder Arbeitskollegen). Sprechen Sie zuerst mit einem Mitglied der Personalabteilung, sofern es im Betrieb eine solche Abteilung gibt. Allenfalls kann auch ein Gespräch mit dem/der Personalchef/in Klärung bringen. Lassen Sie sich stets professionell beraten, bevor Sie auf eigene Faust Schritte unternehmen. Am besten ist es, bei einer Rechtsberatung oder bei Hilfswerken um Rat zu fragen. Wenn Sie Mitglied einer Gewerkschaft sind, können Sie sich auch dort erkundigen. Es kann auch hilfreich sein, interkulturelle Vermittler/innen beizuziehen. Oder Sie sprechen erst einmal mit Kolleginnen und Kollegen darüber. Ansprechpartner bei Fragen zum Arbeitsrecht finden Sie im nächsten Akkordeon.

Informationsstelle Integration INFI

Amt für Soziales
Kasernenstrasse 17
9102 Herisau

T: +41 353 64 61

infi@ar.ch

Standort

 

Kontaktperson: Evelina Brecht, Fachperson Informationsstelle Integration

Weitere Informationen zur Informationsstelle Integration INFI hier

Link zum Erstinformationsgespräch
Link zu den 20 Ausserrhoder Gemeinden