Berufsbildung

Berufliche Grundbildung

Die berufliche Grundbildung (Lehre) vermittelt Kenntnisse und Kompetenzen, die zur Ausübung eines Berufes erforderlich sind. Dabei wechseln sich Praxis und Theorie ab. Ausbildung an drei Orten: dem Lehrbetrieb, der Berufsfachschule und dem Zentrum für überbetriebliche Kurse. Die Berufsberatung gibt weitere Informationen zu Möglichkeiten und Angeboten in Appenzell Ausserrhoden.

Verschiedene Ausbildungswege sind möglich:

  • Berufliche Grundbildung mit Eidg. Berufsattest EBA
  • Berufliche Grundbildung mit Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ
  • Berufsmaturität (ins EFZ integriert oder nach dem EFZ)

Mehr Informationen erhalten Sie beim Amt für Mittel- und Hoschulen und Berufsbildung.

Höhere Berufsbildung

Die höhere Berufsbildung gehört zur Tertiärstufe B. Vermittelt erforderliche Kenntnisse und Kompetenzen, um ein Unternehmen zu leiten beziehungsweise Leitungsfunktionen oder berufliche Tätigkeiten mit hoher Verantwortung zu übernehmen. Insbesondere mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis öffnet sie Perspektiven zur beruflichen Entwicklung. Umfasst die eidgenössischen Berufsprüfungen BP und höhere Fachprüfung HFP sowie die Bildungsgänge an den höheren Fachschulen HF, die ein Diplom HF erteilen. Kombiniert theoretischen Unterricht mit Berufspraxis.

Weitere Informationen zur Höheren Berufsbildung erhalten Sie hier.

Ansprechpartner und Informationen

Berufs- und Laufbahnberatung und Berufswahl

Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Appenzell Ausserrhoden bietet für Jugendliche und Erwachsene Beratungs- und Informationsdienstleistungen an. In der Schweiz gibt es rund 300 Lehrberufe. Die Berufswahl ist deshalb im Schulunterricht der Oberstufe ein wichtiges Thema. Dennoch kann es sinnvoll sein, zusätzlich zur Berufsberatung zu gehen, um sich Klarheit zu verschaffen, welcher Beruf am besten passt.

Die Lehrerinnen und Lehrer informieren die Jugendlichen rechtzeitig, sich bei der Berufsberatung anzumelden. An manchen Schulen werden zudem Elternabende im BIZ durchgeführt.

In Herisau steht ein Berufsinformationszentrum BIZ mit Informationen über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene zur Verfügung. Die BIZ befindet sich im Regierungsgebäude  in Herisau im 3. Obergeschoss. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Donnerstag von 13:30 Uhr -17:00 Uhr. Mehr Informationen zur BIZ erhalten Sie hier.

Berufswahl

Wer einen Beruf in die engere Wahl zieht, sich aber noch nicht entscheiden kann, hat die Möglichkeit, eine Schnupperlehre zu absolvieren. Sie wird von Lehrbetrieben angeboten und dauert in der Regel zwischen einem und fünf Tagen. Die Jugendlichen lernen so den Lehrbetrieb kennen und erhalten einen guten Einblick in den Berufsalltag. Der Lehrbetrieb wiederum kann beurteilen, ob sich jemand für den gewünschten Beruf eignet. Hat sich eine Jugendliche oder ein Jugendliche für einen Beruf entschieden, geht es nun darum, die geeignete Lerhstelle zu finden.

Lehrstellensuche

Die Jugendlichen müssen sich zunächst informieren, wo Lehrstellen angeboten werden. Man findet sie unter anderem im Lehrstellennachweis Lena, auf Websites von Unternehmen oder in Tageszeitungen.

Es kann hilfreich sein, zu Beginn persönlichen oder telefonischen Kontakt mit dem Lehrbetrieb aufzunehmen. Dann folgt eine schriftliche Bewerbung. Lehrkräfte und Berufsberatungen zeigen den Jugendlichen, wie man eine Bewerbung schreibt und welche Unterlagen beizulegen sind. Auch die Eltern sollten ihr Kind dabei so gut wie möglich unterstützen. Tipps gibt es auch im Internet.

Fast alle Jugendlichen – selbst bei guten Schulzeugnissen – müssen meistens zahlreiche Bewerbungen schreiben, bis sie eine Lehrstelle finden; denn das Angebot ist beschränkt. Dies gilt ganz besonders für Schülerinnen und Schüler mit schlechten Noten. Die Chancen erhöhen sich, wenn die Jugendlichen gleichzeitig in mehreren Berufen eine Lehrstelle suchen, also nicht nur im Wunschberuf.

Rechte für Lernende

Wie alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben auch Lernende nicht nur Pflichten, sondern ebenso ihre Rechte. Sie zu kennen, ist wichtig und hilft, Probleme und Konflikte während der Ausbildung besser zu lösen. Die Broschüre «Lehrlings- und Jugendrecht von A bis Z. Ich kenne meine Rechte» informiert ausführlich über das Lehrlings- und Jugendrecht. Sie wird von der Jugendkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes herausgegeben und ist kostenlos.

Ausserdem steht Ihnen die Abteilung Berufsbildung zur Verfügung und vermittelt bei Problemen.

Was tun, wenn Ihr Kind keine Lehrstelle findet?

Es gibt verschiedene Brückenangebote, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Jugendlichen ausgerichtet sind: etwa das Berufsvorbereitungsjahr, Vorkurse, Vorlehren, Integrationskurse oder das freiwillige 10. Schuljahr.

Im Brückenangebot bereiten sich die Jugendlichen auf eine Berufsausbildung vor. Sie sammeln praktische Berufserfahrung, verbessern ihre schulischen Leistungen und lernen ihre Stärken kennen und auszubauen. Man unterstützt sie zudem bei der Berufswahl oder bei der Suche nach einer Lehrstelle.

Erkundigen Sie sich frühzeitig bei der Lehrkraft oder Berufsberatung über die Angebote in Ihrer Region.

Lehre für Erwachsene

Wenn Sie viele Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt haben, aber noch keinen Berufsabschluss haben, so können Sie den Berufsabschluss über ein so genanntes Verfahren zur Validierung von Bildungsleistungen erwerben. Oder Sie können einen Berufsabschluss auf dem 2. Bildungsweg nachholen.

Validierung von Bildungsleistungen bedeutet, dass Sie Ihr bisheriges Wissen und Ihre Erfahrungen in einem bestimmten Arbeitsgebiet dokumentieren und prüfen lassen. Sie müssen während mindestens fünf Jahren Erfahrungen in der Arbeitswelt in diesem Berufsfeld gesammelt haben. Nun können Sie diese Erfahrungen validieren lassen und somit einen eidgenössisch anerkannten Abschluss erlangen. Dabei identifizieren, analysieren und dokumentieren Sie Ihr Berufswissen in einem Dossier. Expertinnen und Experten des Berufs beurteilen Ihr Dossier. Wenn die Kompetenzen den Anforderungen des gewünschten Berufsabschlusses genügen, erhalten Sie den Ausweis. Wenn noch Lücken bestehen, können Sie sie mit ergänzender Bildung füllen.

Eine erwachsene Person kann eine Berufslehre aber auch auf dem 2. Bildungsweg nachholen. Auch hier müssen Sie mindestens fünf Jahre Erfahrungen in der Arbeitswelt in einem bestimmten Berufsfeld mitbringen. Nun müssen Sie allerdings noch die berufskundlichen und allgemeinbildenden Kenntnisse des Lehrberufs lernen, zum Beispiel in einer entsprechenden Berufsschule. Für weit verbreitete Lehren wie etwa die kaufmännische Lehre gibt es spezielle Klassen für Erwachsene. Übrigens: Jedes Jahr legen in der Schweiz nach der passenden Vorbereitung über tausend erwachsene Personen eine eidgenössisch anerkannte Lehrabschlussprüfung ab.

Informationsstelle Integration INFI

Amt für Soziales
Kasernenstrasse 17
9102 Herisau

T: +41 353 64 61

infi@ar.ch

Standort

 

Kontaktperson: Evelina Brecht, Fachperson Informationsstelle Integration

Weitere Informationen zur Informationsstelle Integration INFI hier

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