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Dringliche Empfehlung des Regierungsrates: Impfen und seriell testen!

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden empfiehlt Unternehmen, Schulen, Heimen und öffentlichen Verwaltungen eindringlich, das serielle Testen unverzüglich und breit einzusetzen. Seit Mitte Mai 2021 können über ein eigens eingerichtetes Portal serielle Tests angemeldet und durchgeführt werden. Das Testen ist eine weitere Massnahme zur Eindämmung der Pandemie. Am wichtigsten ist und bleibt das Impfen.

Mit dem Auftreten neuer, hoch ansteckender Virusvarianten erhält neben den Impfungen das Testen auf Covid 19-Infektionen eine grosse Bedeutung. Der Regierungsrat ruft deshalb Unternehmen, Schulen, Heime und Verwaltungen eindringlich auf, neben den Impfungen auch das serielle Testen (auch repetitives oder wiederholtes Testen genannt) sofort einzusetzen. Durch das serielle Testen können Corona-Ansteckungen frühzeitig erkannt werden. Damit steigen die Chancen, Ansteckungen in einem Unternehmen, einer Institution oder einer Organisation frühzeitig zu erkennen, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Der grosse Vorteil des seriellen Testens besteht darin, dass die Quarantänevorschriften gelockert werden können. Ein Betrieb, in dem ein positiver Fall festgestellt wurde, muss dank dem seriellen Testen nicht alle Personen des Betriebs in Quarantäne schicken. In Betrieben, die regelmässig testen, entfällt die generelle Pflicht zur Kontaktquarantäne für die berufliche Tätigkeit und den Arbeitsweg. So kann ein Betrieb sogar eine Schliessung aufgrund eines Covid-Falls verhindern.

Im Hinblick auf die Zukunft, also auf mögliche Quarantäneverschärfungen, Herbstferien, Weihnachtsessen, Silvesterchlausen etc. erwartet der Regierungsrat eine deutliche Steigerung der Impfquote und eine markante Zunahme der Tests in Unternehmen, Schulen, Heimen, Verwaltungen etc. Das vom Kanton Mitte Mai eingerichtete Test-Angebot wird derzeit viel zu wenig genutzt. Derzeit führen 14 Betriebe mit insgesamt 340 Arbeitnehmenden serielle Tests durch. Von einer Testpflicht sieht der Regierungsrat derzeit noch ab. Auch innerhalb der kantonalen Verwaltung wird das serielle Testen angeboten und den Mitarbeitenden dringend empfohlen.

Serielles Testen ist einfach

Das serielle Testen ist sehr einfach. Alle Teilnehmenden geben jeweils am Testtag eine Speichelprobe ("Spucktest") ab; es werden also keine Wattestäbchen in die Nase geführt. Die Proben werden im Labor "gepoolt", d.h. das Labor fasst vier bis zehn Speichelproben zu einer Probe zusammen. Ist eine gemeinsame Probe positiv, folgen Einzeltests, um die infizierte Person festzustellen. Dank des PCR-Verfahrens, das im Labor angewandt wird, können auch Personen erkannt werden, die trotz Infektion keine Symptome haben.

Einfache Anmeldung – nur Portokosten

Die Anmeldung zum seriellen Testen ist einfach. Betriebe, Institutionen und Organisationen können dies unter https://selfservice.MiSANTO.ch tun. Das Portal führt Schritt für Schritt durch den Anmeldeprozess und Mitarbeitende von MiSANTO begleiten die Kundinnen und Kunden in der Einführungsphase. Alle notwendigen Schulungs- und Anwendungsunterlagen für die registrierten Teilnehmenden stehen auf der Self-Service-Seite von MiSANTO bereit. Zudem steht eine eigene Hotline für Fragen zum seriellen Testen zur Verfügung (0840 005 900 von Montag bis Freitag, 8–17 Uhr). Das Testmaterial wird durch MiSANTO zur Verfügung gestellt.

Für die teilnehmenden Betriebe, Institutionen und Organisationen fallen lediglich Portokosten für den Versand der Proben ins Labor an. Für die teilnehmenden Personen sind die Tests freiwillig und kostenlos. Kanton und Bund übernehmen alle weiteren Kosten. 

 

Wie funktioniert das serielle Testen? 

Impfen ist und bleibt der beste Schutz gegen das Corona-Virus. Je höher die Durchimpfung in einem Betrieb ist, desto geringer ist das Risiko, dass der Betrieb beeinträchtigt wird. In Ergänzung zur Impfung und zu den Schutzkonzepten ist es sinnvoll, das serielle (repetitive, wiederholte) Testen in einem Betrieb durchzuführen – sowohl bei nicht geimpften wie auch bei nicht genesenen Personen. Das serielle Testen bei geimpften Mitarbeitenden ist möglich, wird jedoch nicht explizit empfohlen. Auch geimpfte Personen können sich mit dem Virus anstecken und dieses weitergeben. Durch die Impfung aber sind Personen vor schweren Verläufen einer Covid-Infektion am besten geschützt.

Beim Spucktest geben die zu testenden Personen eine Speichelprobe in ein Röhrchen ab. Alle Speichelproben werden vom Betrieb an MiSANTO geschickt, am besten auf dem schnellsten Weg, z.B. per Kurier. Die Speichelproben von vier bis zehn Personen werden vereinigt und getestet. Ist der Test negativ, ist der Test für diese Personengruppe beendet. Ist er positiv, müssen alle Personen dieser Gruppe einen Einzeltest machen, um herauszufinden, wer das Virus hat. Bis klar ist, wer positiv ist, dürfen die Betroffenen der Gruppe unter strikter Einhaltung der Sicherheits- und Hygienemassnahmen weiterhin bis zum definitiven Resultat zur Arbeit oder zur Schule erscheinen. Privat begeben sie sich solange in Selbstquarantäne. Alle anderen Mitarbeitenden eines Betriebs, die negativ getestet wurden, können weiter zur Arbeit gehen und sind dank dem seriellen Test nicht durch eine Quarantäne eingeschränkt. 

Diese Testmethode ist erprobt, zuverlässig und breit umsetzbar. Die Teilnahme an den seriellen Tests ist für die beteiligten Personen freiwillig und kostenlos. Die Ausstellung eines Covid-Zertifikates bei negativen Tests ist nicht möglich.

Zusätzliche Informationen

Departement Gesundheit und Soziales

Kasernenstrasse 17
9102 Herisau
T: +41 71 353 65 92
F: +41 71 353 68 54