Auf Empfehlung des Kulturrates hat der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden vier Gesuchen eine Unterstützung zugesprochen, die 10‘000 Franken übersteigt. Berücksichtigt wurden ein Theaterprojekt des Vereins Café Fuerte, ein Figurenmusikspiel von «musica fiarco», die Appenzeller Bachtage und das Kulturvermittlungsprojekt «kklick». Der Regierungsrat hat zudem von den Entscheiden Kenntnis genommen, die das Departement Bildung und Kultur in der Zeit vom 23. September 2025 bis 30. März 2026 in eigener Kompetenz fällte. Im Ganzen wurden dabei 101 Gesuche behandelt, wovon 66 Projekten eine Unterstützung in der Höhe von insgesamt 225'739.70 Franken gewährt wurde. Die detaillierte Liste sowie nähere Angaben sind im neuen OBACHT KULTUR nachzulesen.
Licht ins Dunkle, Schatten ins Helle
Das Kulturblatt OBACHT KULTUR Nr. 53 fängt das Licht ein, ein Phänomen, das sich einer einfachen Erklärung entzieht. Kultur hat das Licht deshalb nie nur genutzt, sondern immer auch befragt. Im Heft fächern fünf Gesprächsrunden die Perspektiven auf das Thema aus Wissenschaft, bildender Kunst, Handwerk, Psychiatrie, Szenografie und Verkehrsplanung auf. Dazu nähern sich die Bildbeiträge von Martin Benz, Nora Rekade und Reinhard Tobler dem Licht auf je eigene Weise.
Für die Rubrik Fensterblick schreibt Dominik Tschirky darüber, wie Lernende an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen mit elektromagnetischen Strahlen forschen, während Iris Keller unter der Rubrik Frischluft mit einer Kurzgeschichte Licht durch die Ritzen bringt und Matthias Bürcher den Radar auf den Film richtet – die Kunst, die aus Licht besteht. Die Gedächtnis-Beiträge schliesslich erkunden Licht und Dunkelheit in Appenzellerhäusern, im Dorf Appenzell, in der Aufklärung und in der frühen Kinogeschichte des Appenzellerlands. Sie führen durch Kirchen und Dorfstrassen, auf die Bühne, in Ateliers und ins Labor, in die Nacht und ans Licht der Geschichte.
Daneben finden sich in diesem Heft drei thematische Beiträge des Amts für Kultur zum Jahr 2025 – zu künstlerischem Austausch, verdichtetem Bauen und digitalen Zugängen zu Kulturgut.
Schliesslich enthält das Heft die Übersicht der Förderzusagen, darunter die jährlich wiederkehrenden Beiträge an Kulturinstitutionen für die Jahre 2026 bis 2029. Sie zeigen, wie breit und lebendig die Kulturlandschaft Appenzell Ausserrhodens aufgestellt ist.
Das Heft wird den Abonnentinnen und Abonnenten in diesen Tagen zugestellt; es kann auch beim Amt für Kultur unter kultur@clutterar.ch bezogen oder auf www.obacht.ch gelesen werden.