Ein Vergleich der Jahre 2022 bis 2026 zeigt, dass im Sommer 2026 an den untersuchten Standorten im Kanton sowohl mehr Hitzetage als auch Tropennächte verzeichnet wurden. Aufgrund seiner Höhenlage und der stärkeren nächtlichen Abkühlung ist Appenzell Ausserrhoden im Vergleich zu tiefer gelegenen Regionen weniger stark von anhaltender Hitzebelastung betroffen.
Auch in diesem Sommer trug die nächtliche Abkühlung dazu bei, die Hitzebelastung zu reduzieren. Dies ist aus gesundheitlicher Sicht besonders wichtig, da sie dem Körper ermöglicht, sich von der Wärmebelastung des Tages zu erholen. Dennoch ist davon auszugehen, dass Hitzeperioden und hohe Temperaturen auch hier künftig an Bedeutung zunehmen werden.
Das Amt für Gesundheit nimmt diese Entwicklung zum Anlass, die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren zu analysieren. Dabei wird geprüft, ob die heutigen Massnahmen den aktuellen und künftig zu erwartenden Herausforderungen entsprechen.
Neben angepassten Verhaltensweisen, insbesondere zum Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen, kommt auch der Gestaltung des Wohn- und Lebensumfelds eine wichtige Bedeutung zu. Baulicher Wärmeschutz, Beschattung sowie eine hitzeangepasste Gestaltung des öffentlichen Raums können dazu beitragen, die Hitzebelastung der Bevölkerung langfristig zu reduzieren und ihre Gesundheit zu schützen.