Am Montag, 10. August 2026, starten knapp 600 Kinder ihre Schullaufbahn im Zyklus 1 mit dem Kindergarten - das sind rund 8 Prozent mehr Schuleintritte, als im Juli aus der Volksschule ausgetreten sind. Die 6'400 Lernende der Volksschule werden von rund 800 Lehrpersonen unterrichtet.
Die Rekrutierung von Lehrpersonen gestaltete sich auch in diesem Jahr anspruchsvoll. Gleichzeitig ist auf dem Stellenmarkt eine leichte Entspannung spürbar. Sämtliche ausgeschriebenen Stellen an den Ausserrhoder Volksschulen konnten besetzt werden. Rund drei Prozent der angestellten Lehrpersonen unterrichten mit einer befristeten Unterrichtsberechtigung, da sie noch nicht über eine lehr- oder stufengerechte Ausbildung verfügen. Diese Personen werden von den Schulen gezielt begleitet und in ihrer pädagogischen Arbeit unterstützt.
Das kantonale Projekt «Kompetenzorientiert unterrichten und beurteilen (KUBE)» tritt mit Beginn des neuen Schuljahres in eine zweijährige Erprobungsphase. In den kommenden beiden Schuljahren entwickeln die Volksschulen ihre Beurteilungspraxis auf Grundlage des kantonalen Orientierungsrahmens weiter.
Vielfältige Bildungswege nach der Volksschule
Im Kanton Appenzell Ausserrhoden gibt es insgesamt 1'264 Lehrverträge in rund 370 Lehrbetrieben. Mit Lehrbeginn starten 446 Lernende ihre berufliche Grundbildung in über 80 verschiedenen Berufen.
An der Kantonsschule Trogen (KST) werden 490 Lernende an der Mittelschule unterrichtet. Am Montag starten neu 133 Lernende in fünf Gymnasialklassen sowie zwei FMS-Klassen. Die Lehrpersonen an der Kantonsschule bereiten sich dieses Jahr auf die Einführung des neuen Lehrplans Gymnasium vor, welcher aufgrund der Maturitätsreform in den letzten zwei Jahren erarbeitet wurde und im Schuljahr 2027/28 eingeführt wird.
Gesamthaft werden im Berufsbildungszentrum Herisau (BBZ) rund 1'052 Lernende in 15 verschiedenen Berufen unterrichtet. Neu starten 308 Lernende ihre berufliche Grundbildung. Zudem besuchen 75 Lernende die Brücke AR und 28 die BM2 berufsbegleitend. Auch im Berufsbildungszentrum gab es in verschiedenen Berufsfeldern Reformen. Der erste KV-Lehrgang mit der neuen Reform hat im Sommer abgeschlossen. Dieses Jahr starten die MEM-Berufe (Ausbildungen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) mit den revidierten beruflichen Grundbildungen.
Jugendliche ohne direkte Anschlusslösung werden von der kantonalen Berufsberatung und vom Case Management Berufsbildung begleitet, um baldmöglichst einen passenden Platz in der Berufswelt zu finden.
Das Departement Bildung und Kultur wünscht allen Lernenden, Lehrpersonen, Schulleitungen und weiteren Beteiligten einen erfolgreichen Start ins neue Schul- und Ausbildungsjahr.