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Standesinitiative dritte Röhre Rosenbergtunnel in Bern vorgestellt

Eine Delegation des Ausserrhoder Kantonsrates hat die Standesinitiative zur dritten Röhre des Rosenbergtunnels und zum Zubringer Güterbahnhof in Bern vorgestellt. Dabei machte sie die unmittelbare Bedeutung des Projekts für Appenzell Ausserrhoden deutlich.

Die Ausserrhoder Kantonsratsvertreter Matthias Tischhauser (Präsident kantonsrätliche Kommission Bau und Volkswirtschaft) und Marco Sütterle (zweiter Vizepräsident Kantonsrat) haben gestern die Standesinitiative zur dritten Röhre des Rosenbergtunnels und zum Zubringer Güterbahnhof in Bern vorgestellt. Mit ihrem Besuch haben sie die Ausserrhoder Perspektive und die Bedeutung des Projekts für den Kanton direkt in das parlamentarische Verfahren auf Bundesebene eingebracht. Ziel ist es, dass die dritte Rosenbergröhre inklusive Zubringer Güterbahnhof im nächsten Ausbauschritt der Nationalstrassen berücksichtigt wird.

Aus Sicht der Kantonsratsvertretung betrifft der Engpass auf der A1 beim Rosenbergtunnel unmittelbar Appenzell Ausserrhoden. Staus wirken sich regelmässig bis in den Raum Winkeln und auf die N25 Richtung Herisau und Appenzell Ausserrhoden aus. Gleichzeitig führt die östliche Verbindung über Teufen direkt ins Zentrum von St.Gallen und zum Rosenbergtunnel. Der Engpass am Rosenberg tangiert damit beide wesentlichen Zugänge zum Kanton.

Die Vorstellung, Appenzell Ausserrhoden könne bei Problemen am Rosenberg einfach auf die Route über Herisau ausweichen, greift deshalb zu kurz. Für die Kantonsratsvertretung ist die dritte Rosenbergröhre nicht nur ein St.Galler, sondern auch ein Ausserrhoder Infrastrukturprojekt. Auch der geplante Zubringer Güterbahnhof inkl. Tunnel Liebegg ist für den Kanton von Bedeutung: Er soll die Verkehrsströme in St.Gallen besser führen und insbesondere die Verbindung Richtung Appenzellerland verbessern.

Eine zuverlässige Erreichbarkeit ist für Appenzell Ausserrhoden als ländlichen Kanton von zentraler Bedeutung – für Pendlerinnen und Pendler, Gewerbe, Tourismus und Güterverkehr. Die Kantonsratsvertretung sieht die Projekte deshalb als wichtigen Bestandteil einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur für die gesamte Ostschweiz.

Die Standesinitiative geniesst im Kanton eine breite politische Unterstützung. Der Ausserrhoder Kantonsrat hat sich mit deutlicher Mehrheit für die Einreichung der Standesinitiative ausgesprochen. Auch mehrere weitere Ostschweizer Kantone unterstützen das Anliegen: Neben Appenzell Ausserrhoden haben St.Gallen, Appenzell Innerrhoden, Thurgau und Schaffhausen entsprechende Vorstösse eingereicht.

Die zuständige Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates (KVF-S) berät die Standesinitiativen weiter. Die Projekte sollen im Rahmen des nächsten Ausbauschritts der Nationalstrassen beurteilt werden. Anschliessend wird der Ständerat über das weitere Vorgehen entscheiden.

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