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Trinkwasser in Appenzell Ausserrhoden ist sicher

Regelmässige Untersuchungen bestätigen, dass die geltenden und die künftigen Höchstwerte von PFAS beim Trinkwasser in Appenzell Ausserrhoden eingehalten werden. Vereinzelt weisen Quellen erhöhte Werte auf. Diese wurden vorsorglich vom Netz genommen. Kanton, Gemeinden und Wasserversorgungen haben sich kürzlich zu einem gemeinsamen fachlichen Austausch getroffen.

Rückstände von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) im Trinkwasser und in Lebensmitteln haben in den vergangenen Jahren Fragen über die Trinkwasserqualität aufgeworfen. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden hat im Frühling informiert, dass das Trinkwasser der öffentlichen Wasserversorgungen im Kanton die gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Gemeinden und Kanton stehen im engen Austausch und verfügen heute über einen umfassenden Überblick über die Situation. Kürzlich haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden, der Wasserversorgungen und des Kantons zu einem fachlichen Austausch getroffen.

Das für die Lebensmittelüberwachung zuständige Interkantonale Labor (IKL) untersucht seit 2021 Trinkwasser aus den Verteilnetzen aller Gemeinden auf PFAS. Zusätzlich liessen die Wasserversorgungen in den Jahren 2024 und 2025 im Rahmen einer umfassenden Kampagne ihre Trinkwasserressourcen – insbesondere Quell- und Grundwasser untersuchen; in enger Zusammenarbeit mit dem IKL.

Die Untersuchungen zeigten, dass das an die Bevölkerung abgegebene Trinkwasser sowohl die heutigen gesetzlichen Höchstwerte sowie der zukünftige Höchstwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter einhält. Bei einzelnen Rohwasserquellen im Vorderland wurden leicht erhöhte PFAS-Konzentrationen festgestellt. Die betroffenen Wasserversorgungen haben diese Quellen vorsorglich vom Trinkwassernetz genommen. Dank dieser Massnahmen wird bereits heute in allen Gemeinden auch der künftig vorgesehene strengste Höchstwert von 0.02 Mikrogramm pro Liter eingehalten

Neue und strengere Höchstwerte für PFAS

Unter dem Begriff PFAS wird eine grosse Gruppe von mehr als 10'000 verschiedenen chemischen Verbindungen zusammengefasst. Im Trinkwasser gelten heute Höchstwerte für drei solcher Verbindungen. Für PFOS, die Verbindung, die europaweit am häufigsten nachgewiesen wird, beträgt dieser 0,3 Mikrogramm pro Liter. Der Bund schlägt vor, künftig diesen Höchstwert auf 0.1 Mikrogramm pro Liter für die Summe von 20 Verbindungen sowie auf 0,02 Mikrogramm pro Liter für die Summe von 4 Verbindungen festzulegen. Kanton und Gemeinden stehen der vorgesehenen Verschärfung positiv gegenüber. Sie trägt dazu bei, die langfristige Belastung von Mensch und Tier mit PFAS weiter zu reduzieren.

Angebot für privates Quellwasser

Die Wasserversorgungen werden ihr Trinkwasser und ihre Ressourcen im Rahmen ihrer Selbstkontrolle weiterhin regelmässig auf PFAS untersuchen. Ergänzend führt das Interkantonale Labor risikobasiert stichprobenweise Kontrollen durch. Die Kommunikation der Resultate erfolgt durch die Gemeinden oder die Wasserversorgungen direkt.

Besitzerinnen und Besitzer von Liegenschaften, die nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind, sind selbst für die Qualität ihres Trinkwassers verantwortlich. Der Kanton bietet weiterhin die Möglichkeit, privates Quellwasser zu einem vergünstigten Tarif auf PFAS untersuchen zu lassen. Unverbindliche Anfragen können an das Interkantonale Labor via interkantlab@sh.ch gerichtet werden.

Zusätzliche Informationen

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