Auf Empfehlung des Kulturrates hat der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden drei Gesuchen eine Unterstützung zugesprochen, die 10‘000 Franken übersteigt. Berücksichtigt wurden das Kulturförderprogramm TaDA, die Kulturlandsgemeinde und das Heiden Festival. Der Regierungsrat hat zudem von den Entscheiden Kenntnis genommen, die das Departement Bildung und Kultur in der Zeit vom 29. März bis am 22. September 2025 in eigener Kompetenz gefällt hat. Im Ganzen wurden 90 Gesuche behandelt, wovon 59 Projekten eine Unterstützung in der Höhe von insgesamt 167'161 Franken gewährt wurde. Die detaillierte Liste sowie nähere Angaben sind im neuen OBACHT KULTUR nachzulesen.
Thema Porträts als Rahmen
Das Kulturblatt OBACHT KULTUR Nr. 52 gibt dem Thema Porträts einen Rahmen, führt durch den Kanton und ermöglicht, mit den historischen und zeitgenössischen Porträtistinnen und Porträtisten Ueli Alder, Adrian Fässler, Alfred Messerli, Renata Olivo, Harlis Schweizer Hadjidj, Livia Vonaesch und Hans Zeller in Kontakt zu treten. Aaron Estermann, Kurator für Historische Fotografie des Landesmuseums, schreibt über die Faszination von Automatenfotos, und Jelena Delic-Müller von der Kulturförderung des Kantons Zürich gewährt im Interview Einblicke in die Zürcher Ahnengalerie. Eine literarische Auseinandersetzung mit dem Thema Porträts ist der Poetryspam von Zucker3000. Dieser lotet die Grenzen zwischen Bild und Text neu aus.
Die Bildbeiträge zeigen unterschiedliche Ansätze: Luisa Zürcher legt ein zufälliges, laufendes Porträt ihrer Arbeit offen, Thomas Stüssi nähert sich seinem Wohnort an und Wassili Widmer beschäftigt sich mit nahen und unbekannten Figuren. Zudem nehmen die Gedächtnisinstitutionen unter anderem ihre Bestände in den Blick, kontextualisieren die historisch bedeutendste Bildergalerie des Kantons und verdeutlichen die bereits in der Vergangenheit hohe Relevanz von Porträts in der Strafverfolgung.
Die Ausgabe enthält ausserdem die geförderten Kulturprojekte, die mit ihrer Vielfalt und Lebendigkeit die Kulturlandschaft des Kantons spiegeln. Jedes dieser Projekte ist im Grunde auch ein Porträt, das zeigt, wie sich das kulturelle Selbstverständnis Appenzell Ausserrhodens weiterentwickelt.
Das Heft wird den Abonnentinnen und Abonnenten in diesen Tagen zugestellt; es kann auch beim Amt für Kultur unter kultur@clutterar.ch bezogen oder auf www.obacht.ch gelesen werden.
Bildlegende:
Infolge Film- und Fotografierverbot für Medien begleitete die Künstlerin Harlis Schweizer Hadjidj im Auftrag der Appenzeller Zeitung einen Prozess vor dem Obergericht Appenzell Ausserrhoden zeichnerisch. Weitere Beispiele finden sich unter den ergänzenden Inhalten zur gedruckten Ausgabe auf www.obacht.ch.