Das Spitzentreffen ist das regelmässige Austauschgefäss des Departements Bildung und Kultur mit den Präsidien der Schulpräsidienkonferenz, der Gemeindepräsidienkonferenz, des Verbandes Schulleiterinnen und Schulleiter Appenzell Ausserrhoden und des Verbandes Lehrerinnen und Lehrer Appenzell Ausserrhoden (LAR). Die beteiligten Gremien bringen aktuelle Entwicklungen, Anliegen und kritische Fragen ein. Mit dem Austausch sollen Haltungen entwickelt und abgeglichen werden, um auf aktuelle Entwicklungen angemessen reagieren zu können. So können unterschiedliche Perspektiven aufgenommen und die Volksschule gemeinsam weiterentwickelt werden.
Schulärztlicher Dienst: Vorbereitungsarbeiten auf Kurs
Im Juni gaben Kanton und Gemeinden bekannt, dass der Schulärztliche Dienst dank der neuen Zusammenarbeit mit dem Ostschweizer Kinderspital langfristig und in hoher Qualität gewährleistet ist. Die Vorbereitungsarbeiten sind auf Kurs, damit die Untersuchungen im Schuljahr 2026/2027 durchgeführt werden können. Die Erziehungsberechtigten werden über die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchungen informiert und entscheiden anschliessend unabhängig über allfällige Folgemassnahmen.
"Handyverbot" und Bundesvernehmlassung beschäftigen
Die Vertretungen aus der Praxis beobachten die politischen Entwicklungen mit Interesse. Am Spitzentreffen wurden mögliche Auswirkungen der Volksinitiative "Keine Bildschirmzeit auf dem Pausenplatz (Handyverbots-Initiative) diskutiert. Vertretungen der Schulleitungen und Lehrpersonen wiesen auf die bereits vorhandenen Regelungen im Umgang mit digitalen Geräten an den Schulen hin und bestätigten deren Praxistauglichkeit. Massgebend seien die Verhältnisse vor Ort, waren sich die Teilnehmenden einig.
Die vom Bundesrat eröffnete vorsorgliche Vernehmlassung zu einer Anpassung des Sprachengesetzes beschäftigt die Bildungspartner. Die Entwicklungen rund um die künftige Handhabung des (Fremd-)sprachenunterrichts werden aufmerksam verfolgt. Rückmeldungen am Spitzentreffen zeigten, dass das Departement Bildung und Kultur weiterhin eine regionale Lösung verfolgen soll. Ein Alleingang von Appenzell Ausserrhoden im Französischunterricht wird aus Praxissicht nach wie vor abgelehnt.
KUBE: Das ganze Kind sehen
Mit KUBE (Kompetenzorientiert unterrichten und beurteilen) soll die Beurteilung die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen umfassender abbilden. Sie zeigt ihnen, wo sie stehen und welche Lernschritte als Nächstes anstehen. KUBE wurde von Beginn an gemeinsam mit Lehrpersonen, Schulleitungen, Schulpräsidien und weiteren Bildungspartnern entwickelt. Ihre Erfahrungen und Perspektiven fliessen auch weiterhin in das Projekt ein.
Am Spitzentreffen informierte das Departement über das weitere Vorgehen. Die Teilnehmenden brachten ihre Einschätzungen und offenen Fragen ein. Angesichts des grossen öffentlichen Interesses wird die Ausrichtung von KUBE weiter geschärft. Die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen bleiben massgebend. Erst nach der Auswertung der laufenden Erprobungsphase wird festgelegt, wie die Beurteilung künftig ausgestaltet werden soll. Der Regierungsrat wird sich zu gegebener Zeit über eine Gesetzesänderung aussprechen, sollte eine solche nötig werden.
Wertvolles Austauschgefäss
Die Teilnehmenden haben den Mehrwert des Spitzentreffens Volksschule erneut bestätigt. Gestützt auf die Erfahrungen der anwesenden Gremienvertretungen ist das im Nachgang zur Totalrevision der Volksschulgesetzgebung neu konzipierte Treffen von wichtiger Bedeutung. Der stufengerechte Austausch über laufende und anstehenden Entwicklungen erlaubt es, gemeinsame Herausforderungen gemeinsam zu denken. Der Mehrwert des Austauschtreffens wurde von den Anwesenden deutlich unterstrichen.