Wie alle anderen Kantonsregierungen spricht sich der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden klar gegen die Volksinitiative «200 Franken sind genug» (SRG-Initiative) aus. Als bevölkerungsarmer, stark ländlich geprägter Kanton verfügt Appenzell Ausserrhoden nur über eine kleine und gefährdete Medienlandschaft. Die SRG ermöglicht eine breite Meinungsbildung, sichert den Zugang der gesamten Bevölkerung zu verlässlichen und unabhängigen Informationen und stärkt damit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade in Zeiten zunehmender Desinformation und «Fake news» sind Behörden und Bevölkerung auf unabhängig recherchierte Informationen und Faktenchecks angewiesen. Dazu braucht es eine funktionierende SRG. Sie ist für den Kanton deshalb ein unverzichtbarer Pfeiler der direkten Demokratie.
Eine Halbierung der finanziellen Mittel würde die Grundversorgung nicht nur in Appenzell Ausserrhoden massiv schwächen. Eine Schwächung der SRG gefährdet einen erheblichen Teil der regionalen Informationsversorgung. Aus staatspolitischer Verantwortung setzt sich der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden deshalb klar für ein Nein zur SRG-Initiative ein.