Beispielhaftes
Die nachfolgenden Beispiele aus den erwähnten Publikationen und Websites sollen Anregungen für geplante Renovationen und Bauvorhaben liefern. Sie zeigen, wie die appenzellische Bautradition gepflegt und weiter entwickelt werden kann.
Wohnen im Zentrum
«Wohnen im Zentrum» – so heisst die Publikation der Appenzell Ausserrhoder Denkmalpflege. Die Broschüre zeigt anhand sieben gelungenen Beispielen, dass es immer wieder gelingt, historische Dorfhäuser fürs zeitgemässe Wohnen umzubauen und zu sanieren.
Zentrumsnähe, ÖV-Anschluss, Aussenraum, altersdurchmischtes Wohnen, Nähe von Wohnen und Arbeiten – dies alles sind zeitgemässe Wünsche. Für Bauherrschaften und für Planerinnen und Planer wird diese Vielzahl an Anforderungen zur Herausforderung, wenn es um die Weiternutzung und den Umbau von denkmalgeschützten Häusern geht. Dass es immer wieder gelingt, historische Dorfhäuser fürs zeitgemässe Wohnen umzubauen und zu sanieren, zeigen sieben gelungene Beispiele in der eben erschienenen Broschüre «Wohnen im Zentrum», herausgegeben von der Denkmalpflege Appenzell Ausserrhoden.
Die Denkmalpflege zeigt an diesen Beispielen, wie sie Bauwillige und Gemeinden darin unterstützt, Wohnraum im attraktiven und belebten Dorfzentrum zu erhalten und zu gestalten. Die spezielle städtebauliche Situation, besondere architektonische Qualitäten, spannende Nutzungskonzepte oder kreative Bauherrschaften zeichnen die vorgestellten Projekte aus. Gemeinsam ist ihnen, dass durch schonenden Umgang mit der vorhandenen Substanz intelligente Planung und handwerklich geschickte Umsetzung eine Wertvermehrung erreicht wurde und für die nächsten Generationen attraktiver Wohnraum entstand. Zudem trägt das Weiterverwenden von vorhandener Bausubstanz entscheidend zur Reduktion von CO2-Emissionen in der Bauwirtschaft bei, denn historische Gebäude sind Speicher der grauen Energie und Teil der gemeinschaftlichen Erinnerungen.
Die vorgestellten Projekte:
- Herisau: Wohnhaus Buchenstrasse 5
- Waldstatt: Villa Guyer, Alte Landstrasse 5
- Hundwil: «Löwen», Dorf 34
- Urnäsch: «Engel», Dorfplatz 14
- Wolfhalden: Ehemaliges Pfarrhaus, Bibliothek, Dorf 2
- Wienacht: Ehemalige Heilanstalt, Grund 60
- Speicher: Oberes Kaufhaus, Hauptstrasse 20
Die Broschüre «Wohnen im Zentrum» entstand im Rahmen des Schwerpunkts "Wohnen" des Regierungsprogramms 2020-2023. Sie ist unentgeltlich bei der Denkmalpflege Appenzell Ausserrhoden als Print unter Angabe ihrer Adresse via denkmalpflege@ar.ch zu beziehen. Oder sie können die Broschüre hier über einen download beziehen.
Bauatlas Appenzellerland
Das E-Nachschlagewerk ist ein Grundlagenwerk mit den typischen Baudetails von Appenzellerhäusern. Es dient als Arbeitsgrundlage mit Rezeptcharakter für künftige Bauarbeiten und ihre Planung. Mit dem E-Nachschlagewerk können das Wissen um die bautechnischen Besonderheiten und deren kulturellen Hintergründe festgehalten und der Weiterbestand der Häuser gesichert werden.
Bauen im Dorf
Mit dem im 2010/2011 durchgeführten Projekt «Bauen im Dorf» suchte man nach längst fälligen Beispielen für zukunftsweisende Bauten im historischen Kontext der Ausserrhoder Dörfer. Für sechs Standorte in Herisau, Schwellbrunn, Teufen, Trogen, Wald, Wolfhalden entwarfen sechs Architekturbüros Neubauten. Sie sind in einer umfassenden Dokumentation dargestellt. Die Projekte dienen seither als Massstab und Inspirationsquelle für aktuelle Entwürfe. «Bauen im Dorf» ist ein Projekt der Ausserrhodischen Kultur Stiftung.
Sie können die Dokumentation «Bauen im Dorf» hier herunterladen oder bei der Kantonalen Denkmalpflege bestellen: +41 71 353 67 45 oder denkmalpflege@clutterar.ch.
Energetische Sanierung am Kulturobjekt
Bei historischen Gebäuden sind Energiesparmassnahmen möglich und sinnvoll. Mit gelungenen Beispielen wird mittels einer Dokumentation aufgezeigt, wie das Haus unter Einbezug der denkmalpflegerischen Anliegen renoviert, umgebaut und energetisch saniert werden kann. Ein im 2013 gestartetes Gemeinschaftsprojekt der Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Thurgau und dem Fürstentum Liechtenstein.
Die Dokumentation «Energetische Sanierung am Kulturobjekt» können Sie hier herunterladen.
Forum Appenzellerhaus
Engagierte Fachleute aus Bauwesen, kommunalen und kantonalen Verwaltungsstellen und Interessensverbänden haben sich zum «ForumAppenzellerhaus» formiert. Sie verfolgen das Ziel, die regionale Bauweise zu analysieren, zu pflegen und weiter zu entwickeln. Die Mitwirkenden treffen sich regelmässig zum Dialog. Verschiedene Anlässe wie Vorträge und Führungen ergänzen das Programm und behandeln u.a. Fragen nach der richtigen Konstruktion und Materialwahl. Auf der dazugehörigen Website animiert eine umfangreiche Galerie mit Bildern erfolgreich durchgeführter Renovationen und Umbauten zur Nachahmung.
Besuchen Sie die Website: www.appenzellerhaus-ar.ch.
Johannes Waldburgers Appenzellerhäuser
Der Architekt Johannes Waldburger (1903–1984) ist mit seinem Werk von über 60 Bauten noch heute prägend für die Architektur des 20. Jahrhunderts im Appenzellerland. Konsequent orientierte er sich an den traditionellen Gebäuden der Region und entwickelte diese auf bemerkenswerte Art und Weise mit zeitgenössischen Materialien und Konstruktionsmethoden weiter. Eine eigens dafür geschaffene Website ermöglicht einen Einblick in sein Schaffen. Sie ist als Archiv zu verstehen und versammelt Baueingabepläne, aktuelle Fotografien sowie Hintergrundinformationen.
Besuchen Sie die Website: www.johanneswaldburger.ch.
Zusätzliche Informationen
Kantonale Denkmalpflege
Montag/Dienstag und Donnerstag/Freitag
8.00 - 12.00 Uhr