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Internationaler Museumstag 2026

Appenzeller Volkskunde-Museum (Foto: Mario Baroncelli)

Am Sonntag, 10. Mai 2026, laden die Museen im Appenzellerland zum Internationalen Museumstag ein. Unter dem Motto «Museums uniting a divided world» öffnen 16 Häuser ihre Türen und bieten von 10 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt ein vielfältiges Programm für Gross und Klein.

Das diesjährige Thema «Museums uniting a divided world» rückt Museen als Orte des Dialogs und der Begegnung in den Vordergrund – in einer Zeit, die zunehmend von Polarisierung geprägt ist. Die Institutionen, die sich unter dem Namen «Museen im Appenzellerland» versammelt haben, setzen diesen Gedanken mit einem gemeinsamen Aktionstag um und zeigen, wie eine vielfältige Museumslandschaft durch Zusammenarbeit stärker wird.

Neue Sonderausstellungen

Gleich mehrere Häuser eröffneten in den vergangenen Wochen neue Ausstellungen, die nun einem breiten Publikum zugänglich sind:

Das Brauchtumsmuseum Urnäsch zeigt mit «Wild. Wald. Wir. – Wildtiere und Jagd erleben» eine interaktive Ausstellung zur heimischen Wildtierwelt und den Aufgaben der heutigen Jagd. 40 Tierexponate, Tierstimmen zum Erkennen und Spuren zum Verfolgen laden zum Mitmachen ein.

Das Zeughaus Teufen widmet sich dem «Café Spörri» – jahrzehntelang das «Stadtcafé im Appenzellerland» – als Beitrag zur Debatte um Baukultur und den Wandel des Dorflebens.

Das Museum Heiden präsentiert Karikaturen des legendären «Bö». Carl Böcklis Zeichnungen richteten sich gegen die totalitären Bewegungen der 1930er- und 1940er-Jahren und sind heute wieder hochaktuell.

Das Museum Herisau eröffnete letzte Woche die grosse Sonderausstellung «Vom Tafelbild zum Touchscreen. Bildung in Appenzell Ausserrhoden seit 1800». Sie zeichnet 200 Jahre Schulgeschichte und gesellschaftlichen Wandel nach.

Das Kinderdorf Pestalozzi zeigt Kinderzeichnungen aus acht Jahrzehnten. Sie geben einen einzigartigen Einblick in die Geschichte und Dorfs und die Welt aus Kinderperspektive.

Ebenfalls letzte Woche eröffneten das Kunstmuseum und die Kunsthalle Appenzell die Ausstellung «The Threshold of Impermanence» der aus Beirut stammenden Künstlerin Caline Aoun, die untersucht, wie natürliche und künstliche Systeme entstehen, wirken und sich verändern.

Besondere Veranstaltungen

Einige Museen bereichern den Tag mit speziellen Veranstaltungen: In der Kunsthalle Appenzell findet ein öffentlich zugänglicher Meisterkurs von Philippe Cassard für junge Schweizer Pianistinnen und Pianisten statt; um 18 Uhr folgt das Schlusskonzert. Im Appenzeller Volkskunde-Museum in Stein rezitiert Anna Schindler um 11 Uhr aus Werken des Steiner Pfarrers und Lyrikers Arthur Steiner (1934–2025), begleitet mit Musik von Werner Meier und Christian Fitze.

Familien kommen besonders im Museum Henry Dunant in Heiden auf ihre Kosten, wo in einem Drop-in Workshop die längste Flagge des Appenzellerlands gestaltet wird. Auch im Volkskundemuseum Stein werden Gross und Klein eingeladen, sich an den zwei Stick-Workshops zu beteiligen.  Das Museum Heiden bietet ein Bildersuchspiel durch die Ausstellungen an. Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen lädt um 14 Uhr zu einer Führung durchs Dorf ein, ausserdem gibt es für Kinder auf dem Areal zahlreiche Spielmöglichkeiten.

Ausserordentlich geöffnete Museen

Eine Reihe kleinerer Museen öffnet am Internationalen Museumstag ausserordentlich oder mit erweiterten Öffnungszeiten: das Schützenmuseum Trogen, die Spielzeugsammlung Waldfee in Wald, sowie die Ortsmuseen Wolfhalden und Gais.

Freier Eintritt in allen teilnehmenden Häusern

Alle 16 teilnehmenden Museen im Appenzellerland haben am 10. Mai von 10 bis 17 Uhr durchgehend geöffnet und erheben keinen Eintritt. Der Internationale Museumstag bietet die ideale Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt der Region zu entdecken, bekannte Häuser neu zu erleben und neue Lieblingsorte zu finden. Weitere Informationen finden sich ist unter www.museen-im-appenzellerland.ch

Zusätzliche Informationen

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