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Projekt KUBE: 750 Lehrpersonen rüsten sich am Weiterbildungstag „Machbar“ für die Schule der Zukunft

Im Rahmen des Projekts KUBE (Kompetenzorientiert unterrichten und beurteilen) fand diese Woche in Gais und Teufen ein kantonsweiter Weiterbildungstag statt. Rund 750 Lehrpersonen und Schulleitungen des Kantons Appenzell Ausserrhoden erhielten in Plenumsveranstaltungen und Workshops wertvolle Impulse für eine moderne, förderorientierte Beurteilungspraxis.

Ein ganzer Kanton im Zeichen der professionellen Weiterentwicklung: Vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe kamen sämtliche Lehrpersonen der Volksschule AR zusammen, um sich für die Umsetzung des Projekts KUBE (Kompetenzorientiert beurteilen und unterrichten) zu rüsten. Der Weiterbildungstag bot den Teilnehmenden eine Plattform, um sich intensiv mit den neuen Rahmenbedingungen der schulischen Beurteilung auseinanderzusetzen – ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die verbindliche Umsetzung ab dem Schuljahr 2028/29.

Fokus auf Lernprozess und Lehrplan

Ziel des Projekts KUBE ist es, die Beurteilung konsequent auf den Lehrplan Volksschule AR auszurichten. Dieser gibt Kompetenzen (Fähigkeiten) und Grundansprüche vor, die Lernende am Ende der Zyklen (2., 6. und 9. Klasse) erreichen sollten. Die neue Form der Beurteilung rückt das Lernen in den Mittelpunkt: Sie zeigt den Lernenden konkret auf, wo sie stehen und wie sie sich weiter verbessern können. Gleichzeitig erhalten die Erziehungsberechtigten eine verlässliche Rückmeldung zum Stand der Ausbildung ihrer Kinder.

Wissen vermitteln – Praxis stärken

Der Vormittag des Weiterbildungstags stand im Zeichen der Information: Die Beteiligten wurden im Plenum umfassend über den kantonalen Rahmen und die Ziele der Weiterentwicklung informiert. Am Nachmittag verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Anwendung. In Workshops wurde vertieft auf die verschiedenen Themen der Förderung und Beurteilung eingegangen. 

Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Das Projekt KUBE wird in enger Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen, Schulleitungen und Vertretungen aus Forschung, Berufsbildung und Wirtschaft umgesetzt. Es bildet den strategischen Rahmen, um individuelle Lernprozesse sichtbarer zu machen und den Dialog über das Lernen zu vertiefen. Unterstützt und gefördert wird das mehrjährige Projekt durch die Mercator Stiftung Schweiz.

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Kernaspekte des Projekts KUBE auf einen Blick:

  • Lernen im Mittelpunkt: Förderung der individuellen Lernprozesse durch gezielte Rückmeldungen.
  • Kompetenzorientierung: Konsequente Ausrichtung an den Grundansprüchen des Lehrplans. Fähigkeiten werden praxisnah erlernt, um sie im Alltag sicher anwenden zu können.
  • Stärkung des Dialogs: Ausbau der regelmässigen Lerngespräche, um Lernende noch enger in den Lernprozess einzubinden sowie Erziehungsberechtigte zu informieren.

Weiterführende Unterlagen:

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