Im Bereich der Steuererträge resultiert gegenüber dem Voranschlag ein Minderertrag von 1,8 Mio. Franken. Bei den juristischen Personen sind die Gewinn- und Kapitalsteuern gegenüber dem Vorjahr um 7,7% gesunken. Insgesamt resultieren Einnahmen von 16,4 Mio. Franken, was Mindereinnahmen von 2,7 Mio. Franken gegenüber dem Voranschlag bedeutet. Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen resultiert ein Gesamtertrag von 180,3 Mio. Franken, was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 2,5% entspricht. Im Vergleich zum Voranschlag sind die Einnahmen um 0,7 Mio. Franken tiefer.
Mehreinnahmen Gewinnanteil der Nationalbank und tiefere Anteile an Bundeseinnahmen
Im Rechnungsjahr erhielten der Bund und die Kantone einen Anteil am Reingewinn der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 3 Mrd. Franken. Appenzell Ausserrhoden flossen somit nicht budgetierte Einnahmen von 12,6 Mio. Franken zu.
Bei den Anteilen der Bundeseinnahmen ist gegenüber dem Voranschlag ein Minderertrag von 3,2 Mio. Franken zu verzeichnen. Diese setzten sich aus Mehreinnahmen bei der Verrechnungssteuer von 1,1 Mio. Franken und Mindereinnahmen bei den direkten Bundessteuern von 4,2 Mio. Franken zusammen.
Mehrausgaben bei der Spitalfinanzierung, Minderkosten bei den Schulbeiträgen
Gegenüber dem Voranschlag sind die Ausgaben für die Gesundheit und Soziale Sicherheit um 3,5 Mio. Franken höher. Im Bereich der Spitalfinanzierung sind höhere Kosten von 4,4 Mio. Franken und bei den Ergänzungsleistungen zu AHV und IV von 1,8 Mio. Franken angefallen. Tiefere Ausgaben resultieren bei der Prämienverbilligung der Krankenkasse von 1,3 Mio. Franken und bei der Finanzierung der Einrichtungen IVSE von 1,5 Mio. Franken. Bei den Schulkosten sind die Ausgaben gegenüber dem Voranschlag um 2,8 Mio. Franken tiefer ausgefallen.
Die Minderausgaben setzen sich aus tieferen Kosten bei den Beiträgen an die obligatorischen Schulen von 0,3 Mio. Franken und bei den Beiträgen an die Berufs-, Mittel- und Hochschulen von 2,5 Mio. Franken zusammen.
Beteiligungsabwertung
Aufgrund des ausgewiesenen Verlustes des Spitalverbunds AR (SVAR) von 4,9 Mio. Franken muss die Beteiligung des Kantons am SVAR abgewertet werden, was zu entsprechenden Mehrkosten im Transferaufwand führt.
Tieferer Personal- und Sachaufwand
Der Personalaufwand fällt gegenüber dem Voranschlag mit 109,6 Mio. Franken um 0,4 Mio. Franken tiefer aus. Die Personalkosten – ohne Berücksichtigung der Veränderung der Rückstellung für Stunden- und Ferienguthaben der Mitarbeitenden – stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,1%. Beim Sachaufwand resultieren 56,4 Mio. Franken, was Minderausgaben gegenüber dem Voranschlag von 0,7 Mio. Franken entspricht.
Entlastungsmassnahmen
Im Voranschlag 2025 wurden Pauschalen von 3 Mio. Franken für Massnahmen des Entlastungsprogrammes 2025+ eingestellt. Insgesamt konnten Ergebnisverbesserung von rund 2,1 Mio. Franken erreicht werden. Dabei stammt die grösste Abweichung von 1 Mio. Franken aus der Umsetzungsverzögerung im Bereich der Energieförderung.
Leicht tiefere Investitionen
Die Bruttoinvestitionen belaufen sich auf 43,2 Mio. Franken. Darin enthalten sind Darlehen von insgesamt 8,6 Mio. Franken. Den Ausgaben stehen Einnahmen von 16,5 Mio. Franken gegenüber. Im Vergleich zum Voranschlag fallen die Nettoinvestitionen mit 26,7 Mio. Franken um 3,3 Mio. Franken tiefer aus.
Abnahme Nettovermögen
Durch den Aufwandüberschuss von 9,1 Mio. Franken sinkt der Bilanzüberschuss auf 149,9 Mio. Franken per Ende 2025. Aus der Finanzierungsrechnung resultiert ein Finanzierungsfehlbetrag von 12,4 Mio. Franken. Aufgrund des besseren Ergebnisses liegt der Selbstfinanzierungsgrad bei 73,5% anstatt bei budgetierten 20,4%. Die Nettoschuld I pro Kopf steigt gegenüber dem Vorjahr um 136 auf 1'084 Franken.
Der Kantonsrat wird die Staatsrechnung an seiner Sitzung vom 4. Mai 2026 beraten.