Inhalt
Forstliche Planung
Kantonaler Waldplan
Das Ausserrhoder Waldgesetz schreibt die Erarbeitung eines kantonalen Waldplans vor. Dieser bildet für den Forstdienst eine wichtige Grundlage bei der Beratung der Waldeigentümer und Behörden, zur Pflege und Bewirtschaftung des Waldes, für die Sicherung der öffentlichen Interessen am Wald, für die Gewährleistung einer transparenten forstrechtlichen Bewilligungspraxis und dient der Kontrolle der Nachhaltigkeit. Der kantonale Waldplan ist somit ein Wegweiser für die zukünftige Waldentwicklung. Er ist vergleichbar mit einem Richtplan für den Wald und ist als Planungsinstrument behördenverbindlich. Der kantonale Waldplan besteht aus einem Textteil und der Karte "Waldfunktionen". Die Ziele aus der kantonalen Waldplanung werden laufend überprüft. Der periodisch aktualisierte Nachhaltigkeitsbericht (Anhang 3) fasst die Resultate der Überprüfung zusammen.
Der aktuell gültige kantonale Waldplan wurde am 21. April 2026 vom Regierungsrat Appenzell Ausserrhoden genehmigt und per 1. Mai 2026 in Kraft gesetzt.
- Waldplan Text
- Anhang 1: Karte Waldfunktionen (Geoportal)
- Anhang 2: Nachhaltigkeitsbericht
Stand Einrichtung Waldreservate
Bis 2030 sollen gemäss Vorgabe des Bundes schweizweit mindestens 10 % der Waldfläche als Waldreservate ausgeschieden werden. Diese quantitative Zielsetzung wurde in die kantonale Planung von Appenzell Ausserrhoden übernommen. Gegenwärtig sind gut 8 % der Ausserrhoder Waldfläche als Waldreservate gesichert (Stand 31.12.2025). Es werden Naturwaldreservate, Altholzinseln und Sonderwaldreservate eingerichtet:
- In Naturwaldreservaten wird über mindestens 50 Jahre auf forstliche Nutzungen verzichtet. Die Natur soll sich in diesen Flächen langfristig ungestört entwickeln können.
- Altholzinseln sind kleinere Flächen, in denen über 25 oder 50 Jahre auf forstliche Nutzungen verzichtet wird. Alt- und Totholz soll dadurch gefördert werden.
- Sonderwaldreservate werden gezielt bewirtschaftet, um die Biodiversität zu fördern. Konkret gefördert werden dabei seltene Arten (z.B. Auerhuhn) oder wertvolle Lebensräume (z.B. Föhrenwälder).