Inhalt
Funktionen der Beurteilung
Die Beurteilung hat je nach pädagogischer Absicht eine andere Funktion: Einerseits dient sie der Förderung des Kompetenzaufbaus und andererseits der Qualifikation und Selektion. Fördern und Qualifizieren sind zentrale Aufträge des Lehrpersonenberufs.
Formative Beurteilung ist ein zentrales Merkmal der Gestaltung von Lernprozessen und fokussiert auf Stärken, Lernfortschritte und Fördermöglichkeiten. Sie ist ein wiederkehrender Kreislauf von Wahrnehmen, Diagnostizieren und Fördern, um Lernfortschritte sichtbar zu machen und die nächsten Lernschritte gemeinsam mit den Lernenden gezielt zu planen.
Summative Beurteilung fasst bilanzierend zusammen, welchen Kompetenzstand Lernende zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben. Referenz dafür bildet der Lehrplan und die darin beschriebenen Grundansprüche. Im Abgleich mit der Bilanz aus den vielfältig erhobenen Daten während den Lernphasen im Unterricht. Dies geschieht jährlich im Standortgespräch in Form des Standortberichts und am Ende des 2. und 3. Zyklus in Form eines Notenzeugnisses.
Prognostische Beurteilung nutzt diese Informationen, um begründete Aussagen über die weiteren Lern- und Leistungsentwicklung sowie über Laufbahnentscheide zu treffen.