Inhalt

Lernende im 1. Zyklus

Der Unterricht zu Beginn der Volksschulzeit ist stark fächerübergreifend organisiert und verbindet entwicklungsorientiertes mit fachbezogenem Lernen. Der Kompetenzerwerb wird über unterschiedliche Zugänge ermöglicht. Bei den entwicklungsorientierten Zugängen wird von den individuellen Tätigkeiten und Interessen der Kinder ausgegangen. Diese Zugänge sind besonders wichtig, weil sie an typische Entwicklungs- und Lernerfahrungen junger Kinder anknüpfen, etwa an Körper und Bewegung, Wahrnehmung, Sprache, soziale Beziehungen oder fantasievolles Spielen. Die entwicklungsorientierten Zugänge unterstützen die Planung von Spiel- und Lernumgebungen sowie konkreten Lernangeboten, die Kindern altersgemässes, handelndes und entdeckendes Lernen ermöglichen, wobei entwicklungsorientiertes und fachbezogenes Lernen miteinander kombiniert werden.

Dabei dienen die entwicklungsorientierten Zugänge als Brücke zur Fachbereichsstruktur des Lehrplans, bei der fachliche und überfachliche Kompetenzen als Kompetenzansprüche festgelegt und systematisch im Unterricht aufgebaut werden.

Beobachtung und Dokumentation sind fester Bestandteil der Spiel- und Lernkultur. Besonders in den ersten beiden Schuljahren werden Spielen und Lernprozesse möglichst nah an der Perspektive der Kinder beobachtet. Interessen, aktuelle Bedürfnisse und individuelle Lernprozesse stehen im Zentrum der Dokumentation. Als Formen eignen sich etwa Notizen, Tagebücher oder Portfolios. Der altersgerechte Einbezug der Kinder ist ebenso zentral, wie in den folgenden Zyklen. Die Dokumentation dient als Grundlage für Reflexion, Lernbegleitung und summative Einschätzungen3

 3 Vgl. LP21, Lieger, C. & Weidinger, W. (Hrsg.) (2021). Spielen Plus. Ein Handbuch für Kindergarten, Schule und Betreuung. Hep. und Broschüre «Zusammen – Zukunft – Zyklus 1»

Zusätzliche Informationen

Amt für Volksschule und Sport

Obstmarkt 3
9102 Herisau
T: +41 71 354 71 11