Inhalt
Lernprozesse und Lernstände dokumentieren
Die Dokumentation von Lernprozessen und Lernständen ermöglicht Lernwege, Strategien und Fortschritte sichtbar und im Zeitverlauf nachvollziehbar werden zu lassen; so entsteht eine transparente Grundlage für Förderung und Beurteilung. Die Dokumentation unterstützt die Reflexion und Selbstbeurteilung der Lernenden. Sie stärkt ihre Verantwortung für das eigenen Lernen und ermöglicht Lehrpersonen, Unterricht und Fördermassnahmen gezielter zu planen. Zudem schafft sie Transparenz gegenüber Erziehungsberechtigten, indem die Dokumentation als Gesprächsbasis über Entwicklungsziele und erreichte Kompetenzen dient.
Sowohl im Bereich der Förderung als auch im Bereich der Qualifikation bieten sich verschiedene Überprüfungsformen an. Lernjournale und -tagebücher, Portfolios, Audio/Video von Lernmomenten, Beobachtungsprotokolle oder auch schriftliche Lernstandkontrollen sind neben anderem denkbar. Dabei können unterschiedliche Raster benutzt werden. In vielen Formaten können und sollen die Lernenden aktiv miteingebunden und damit die Selbst- und Peerbeurteilung gefördert werden. Parallel führen Lehrpersonen digitale Dossiers in der vorgegebenen Schulsoftware.
Kompetenz- und Bewertungsraster
Lernen braucht Orientierung. Kompetenz- und Bewertungsraster bieten eine kriteriale Bezugsnorm, machen Kompetenzen der Lernenden sichtbar und richten den Blick auf die weitere Förderung. Der Ausgangspunkt liegt immer beim «Ich-kann».
Ein Kompetenzraster beschreibt Kompetenzen in Niveaustufen. Damit können Lernstände mit Referenzansprüchen verglichen und Entwicklungen sichtbar gemacht werden. Für eine direkte Anwendung im Unterricht ist diese Segmentierung zu grob. Bewertungsraster operationalisieren konkrete Kriterien für eine spezifische Aufgabe oder Situation, um Leistung transparent zu bewerten. Sie bilden das Rückgrat einer objektiven Leistungsbeurteilung.