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Aussetzung von Organismen aus Aquarien und Gartenteichen

In unsere Gewässer gehören keine Tiere und Pflanzen aus Aquarien oder Gartenteichen. Sie können sich invasiv ausbreiten und einheimische Arten verdrängen. Damit gefährden sie die einheimische Biodiversität unserer Gewässer und können auch Schäden an Infrastrukturanlagen anrichten Es ist deshalb illegal, gebietsfremde Organismen in der freien Natur ins Gewässer auszusetzen. 

Problematik

Es kommt immer wieder vor, dass Tiere aus Aquarien oder Gartenteichen in Gewässer wie Bäche, Flüsse oder Weihern freigelassen werden, da sie somit vermeintlich "in die Freiheit" gelassen werden. Dabei werden aber nicht nur die Tiere der Natur ausgesetzt, sondern auch die in den Aquarien und Teichen enthaltenen Pflanzen oder sogar Krankheitserreger. Diese ausgesetzten Pflanzen und Tiere stammen häufig aus anderen Regionen der Welt und sind an unser Klima und unsere Bedingungen nicht angepasst. Somit können sie in unseren Gewässern meist nicht überleben und das Aussetzen ist für viele dieser Arten ein Todesurteil und keine "Freiheit". Wenige Arten die trotzdem überleben und sich etablieren können, werden als invasive Arten betrachtet und können erheblichen Schaden anrichten. Einheimische Tier- und Pflanzenarten werden verdrängt und im schlimmsten Fall können sie regional aussterben. Zum Beispiel können ausgesetzte Goldfische oder Rotwangen-Schmuckschildkröten ganze Weiher leer fressen und bedrohen damit seltene Amphibien- und Insektenarten. Ebenfalls ist das freigesetzte Wasser bedrohlich, da gebietsfremde Garnelen und Flohkrebse, wie auch winzige Lebewesen in die Gewässer gelangen und zu Krankheiten und weiteren Problemen führen können.

Zum Schutz unserer Natur und Biodiversität ist es deshalb verboten, gebietsfremde Tiere und Pflanzen aus Aquarien und Teichen in unsere Gewässer auszusetzen und das darin befindende Wasser in ein Gewässer auszuleeren.

Empfehlungen vor der Anschaffung

Falls Sie sich ein Aquarium oder einen Gartenteich anschaffen wollen, bitten wir Sie, folgende Empfehlungen zu beachten und einzuhalten:

  • Informieren Sie sich vor der Anschaffung eines Tieres oder des Anlegens eines Gartenteichs oder Aquariums gut über den Platzbedarf, Zeitaufwand, Pflege, Bedürfnis, Lebenserwartung und Verträglichkeit mit Artgenossen.
  • Klären Sie vorgängig ab, wer die Tiere bei längerer Abwesenheit versorgen kann.
  • Setzen Sie bei Gartenteichen auf einheimische Pflanzen und Tiere.
  • Stellen Sie sicher, dass keine Lebewesen entkommen können, selbst bei einer möglichen Überschwemmung des Gartenteiches.
  • Bringen Sie keine Tiere und Pflanzen von Reisen mit nach Hause.
    »» Weitere Infos auf der Website des BAFU riskiers-nicht.ch

Möglichkeiten zur Abgabe und Entsorgung

Falls Sie Aquarientiere oder Pflanzen nicht mehr behalten können oder wollen, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Suchen Sie im Bekanntenkreis oder auf einer seriösen Verkaufsplattform nach einem geeigneten Zuhause für die Tiere.
  • Sie können sich ebenfalls an eine Auffangstation oder eine Tierhandlung wenden.
    (Bitte beachten Sie, dass die Abgabe der Tiere in eine Tierhandlung nicht überall möglich ist.)
    »» Übersicht Auffangstationen für Zier- und Teichfische (erstellt durch Kanton AG)
  • Falls diese Möglichkeiten nicht in Frage kommen, wenden Sie sich an eine Tierarztpraxis.
  • Entsorgen Sie Wasserpflanzen sowie Samen und Wurzeln im Kehricht oder in einer professionellen Kompostieranlage (nicht im Gartenkompost!).
  • Entsorgen Sie das Wasser aus Aquarien und Teichen im Abwasser (nicht in Schächten!).

Allgemeine Publikationen und Links

Zusätzliche Informationen

Amt für Umwelt

Kasernenstrasse 17A
9102 Herisau
T: +41 71 353 65 35

Meldungen an

René Glogger
Telefon +41 71 353 65 68
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